Auf den Grund gehen

 

Auf den Grund gehen

Die dunkelste Zeit des Jahres beginnt heute,in diesen sechs Wochen ist das Licht klein und die Schatten gross.

Samhain, Allerseelen, Allerheiligen nennt sich das heutige Tor in diese Zeit. Wir können uns mit den Ahnen verbinden, Gestorbenen gedenken und die Verluste unseres Jahres beweinen.

Der Tod kommt ins Spiel, das merken wir in der Natur, die alles dem Verderben übergibt. Etwas stirbt….Vergänglichkeit wird uns bewusster. Die llusion, das wir unser Leben kontrollieren, zerplatzt ganz nebenbei.

Manche erfüllt dieses Schauspiel um uns herum mit tiefer Trauer, andere mit Demut oder Freude.

Es ist Zeit für Abschied nehmen.

Und für gemütliches Miteinander an wärmenden Feuern, die unsere Herzen nähren.

Alljährlich gehe ich in dieser Zeit mir selbst auf den Grund, nehme ich mich raus aus dem Getümmel und beleuchte meine Innenwelten. Lausche und geniesse die Stille.

Meditation ist dabei gute Medizin. Und Nicht-Wissen….

Für vieles, was in der Welt geschieht, fehlen mir die Worte. Anderes macht mich zuversichtlich.

Mein tiefster Wunsch ist es , das wir uns zunehmend an Menschlichkeit und Solidarität erinnern und das uns die heilsame Kraft des WIR trägt. Das jede( r) bei sich selbst kleine Veränderungen wagt, sich und anderen damit Gutes tut und den Mut aufbringt, sich einzumischen.

Willst du gern Erfahrungen in kleinen, stärkenden Gruppen machen, dann fühl dich eingeladen.

Das nächste Schreibprojekt „Sichselbstgesundschreiben“ beginnt am Mittwoch, es sind noch zwei freie Plätze.

Die Ho o pono pono-Abende sind sehr gut besucht und gefragt, deshalb gibt es eine nächste Veranstaltung am Montag,17.12. um 18.00 Uhr am Anger 12.

Für das nächste Jahr plane ich dann wiederkehrende Einladungen zu Ho o pono pono- Sessions zu einem bestimmten Anliegen in der Welt oder in uns. Dafür braucht es einen Einführungskurs in diese Vergebungsarbeit.

Auf meiner Webseite findet ihr mehr Informationen zu all meinen Angeboten.

Habt eine wundervolle, nährende und umhüllende Herbstzeit.

Sylvia

Ernte und Segen

Jetzt im Herbst kehren wir ein in unsere Zimmer und Innenwelten.Mir gefällt die Abkühlung und die erfrischenden Winde nach dem trockenen Sommer sehr.

Lange habe ich keinen Rundbrief geschrieben.Das Leben kam mir mit einer schweren Auf-Gabe dazwischen, die alle meine Gaben und meine Zeit brauchte.Im heissen August kurz nach Schnitterin starb meine Mutter.

Unerwartet ist der Tod immer. Auf ihrem letzten Weg, dem Sterben,war ich bei ihr, das war gut so. Mutter und Tochter vereint, ihr Tod war auch Erlösung. Schmerzvoll und unheimlich tief beschenkt bleibe ich im Leben mit viel mehr Fragen als Antworten.(zur Vertiefung ein sehr schöner Text im Anhang)

Tief erschüttert von ihrem Wegsein und beeindruckt von all dem Guten, das diese Zeit mir auch schenkte, will ich heute über Dankbarkeit schreiben.

Danken für das,was das Leben/die Erde/unsere Gärten und Felder uns schenken ist jetzt Thema im Jahreskreis.Wertschätzend für alles,was die Natur trotz extremen Wassermangel uns so schenkt, streife ich sammelnd durch die Gegend, freu mich über Äpfel, Nüsse, Pflaumen und das nochmal sattere Grün. Fühle mich reich dadurch. Dankbar auch dafür,das ich in einem so reichen Land in Sicherheit lebe.

Gleichzeitig bin ich traurig, das soviele Früchte unter/an Bäumen verderben, nicht mehr gebraucht werden in unserer Konsumgesellschaft. Auch über den Mangel an Respekt in der Welt, der sich immer mehr ausweitet. Und über die fehlende Menschlichkeit.

Gleichzeitig ist das passende Wort für alles,was mir grad begegnet. Tiefer Abschiedskummer und gleichzeitig tiefe Liebe für alle ,die um mich herum Anteil nehmen, sich berühren lassen. Dunkelste Abgründe und gleichzeitig herzliche Freude im nährenden Miteinander wacher Menschen. Segen und Angst gleichzeitig in unseren Herzen.

In den nächsten Wochen könnt ihr euch gern inspirieren lassen von meinen Kursen.

Am 29.Oktober gibt es den dritten HO O PONO PONO-Abend um 18 Uhr.

Ihr könnt in kleiner Gemeinschaft diese Vergebungsmeditation lernen und dann selbst ihre Auswirkungen ernten.

Der nächste Durchgang „Sich Selbst Gesund Schreiben“ beginnt am 7.11. und richtet sich an die,die kreatives Schreiben als Selbstheilungsweg anwenden oder lernen mögen.

Ich freu mich sehr auf die Verbundenheit und das Miteinander wachsen in diesen kleinen, aber feinen Gruppen.

Euch allen und mir wünsche ich liebevolle Arme und warme Stuben in dieser bewegten Zeit. Habt eine genussvolle, gesegnete Erntezeit.

Herzensgrüsse Sylvia