Zeitinseln

Liebe Menschen!
Der heutige Rundbrief wird ein kurzer. Nicht weil es nichts zu sagen gäbe, sondern weil es zuviel wäre, was  zu sagen wäre.
Der Dezember möge ruhiger, leiser und entspannter als die letzten trubeligen Wochen sein.
Die meisten Menschen, denen ich begegne, sind auf der Suche nach sich selbst, ihrem Frieden, wieder gesund werden, Vergebung und vor allem Zeit. Es wird viel getrennt, aufgelöst und betrauert.
Der Lichtmangel macht etwas mit uns allen…..das erste Lichtlein heute am Adventskranz möge unser Herz erwärmen, und erinnern an das wirklich Wesentliche: die Liebe, die uns heilt. Sie unter alldem Stress strömen lassen wirkt Wunder.
Die chinesische Medizin spricht jetzt von der Wandlungsphase Wasser, Blase und Niere sind die Organe, die dieses Wasser in uns bewegen und verkörpern. Das Fliessen der Emotionen, die Hormone und die Ahnenkraft gehören hier dazu. Alles im Fluss zu halten ist die Winteraufgabe. Und das Selbst bewahren.
Wollt ihr gerne nicht alleine diese dunkle Zeit verbringen, dann lade ich euch herzlich ein zu Ho o pono pono am 9.12. um 18 Uhr, zu einem einführenden Rauhnächte- Abend am 20.12. um 18,30 Uhr oder zum meditativen Jahresrückblick am 30.12. um 17 Uhr. Näheres dazu findet ihr wie immer auf meiner Webseite www.sylviawinzer.de. Bitte meldet euch telefonisch und nur verbindlich an, wenn ihr wirklich teilnehmen möchtet, es gibt jeweils noch ein paar freie Plätze. Männer und Frauen sind herzlich willkommen.
Im Anhang findet ihr noch eine Einladung von meiner Kollegin Rosemarie Kaiser aus Weimar, die nochmals eine Reihe zum Thema selbstbestimmt Sterben anbietet im nächsten Jahr. Sehr empfehlenswert!
Ich wünsche euch von Herzen einen licht- und liebevollen Dezember, himmlische Weihnachten, viele kleine Zeitinseln zum Seele baumeln lassen und verschwinde jetzt für eine dreitägige Mini- Auszeit nach Bad Sulza. Sylvia

Grau ist auch eine Farbe

Jetzt kommt sie wieder, die dunkelste Zeit des Jahres, die uns mit Kälte und Lichtmangel herausfordert, aber auch so manchen Zauber bietet. In vielen Kulturen feiert man heute Nacht, Geister-, Ahnen-, oder Totenfest. Bei den Kelten ist es Samhain.

Es heisst, die Grenzen zur Anderen Welt sind durchlässiger. Gruselig kann es schon sein, die Nebel wabern dicht um uns herum und lassen nur ahnen, was da ist – oder nicht.

Es kommt die Magie ins Spiel, in der vergehenden Natur, die sich langsam von bunt auf grau reduziert. Nur das Wesentliche bleibt, Baumgerüste stehen wie seltsame Wesen im Weg, wenn ich durch raschelndes Laub wandere.

Was ich am meisten mag, ist die einkehrende Stille. In mir und auch draussen, wenn ich mich fern des Weihnachts-Countdowns in der tummelnden Stadt bewege.

Meine Medizin in dieser Zeit heisst locker mitschwingen, einlassen und mit nahen Menschen die Köpfe zusammenstecken. Bloss keinen Widerstand aufbauen. Ich werde langsamer, die Phantasie ist wacher, das Zusammensein an Feuern und Heizungen wird lebenswichtig. Alles findet mehr Ruhe……wenn ich es zulasse.

In meiner Solawi- Gruppe haben wir eine dicke Ernte eingefahren, zu Hause türmen sich Kohl und Kürbisse, die letzten Tomaten sind genauso kostbar wie die die letzten warmen Tage. Die Saison ist zu Ende, jetzt werden Vorräte verarbeitet und für den Winter eingelagert.

Es ist wie Schätze sichten, die Erfahrungen des Jahres einsammeln, meine Prozesse wertschätzen, auch die schwierigen Dinge würdigen. Viele sind am Sortieren, ein und aus. Die grösste Aufgabe ist es, die Mitte zu hüten. Das gelingt mir am besten am Herd, auf dem eine wärmende Suppe steht. Hoffentlich!

Lasst uns zusammenrücken wie in einer mongolischen Jurte, wo die Menschen sich im Sitzen am Oberarm des Nachbarn anlehnen, damit die Kälte nicht dazwischen zieht. Gemeinsam kommen wir besser durch die Dunkelheit.

Für meinen Schreibkurs „SichSelbstGesundSchreiben“ ab 6. 11. gibt es noch einen freien Platz, falls eine sich gerufen fühlt, ihre Innenwelten schreibend zu erforschen.

Der Faszientag und der Hooponopono – Abend sind ausgebucht, aber für beides gibt es im Januar neue Termine.

Die Angebote für die Rauhnächte findet ihr dann demnächst auf meiner Webseite und im Dezember- Brief.

Am Dezember veranstalte ich einen Endometriose – Abend für neugierige und betroffene Frauen, da immer mehr Frauen mit dieser Erkrankung nach alternativen Medizinwegen suchen.

Wenn ihr selbst ein gynäkologisches Thema mit mir besprechen wollt, könnt ihr euch gern eine Stunde Frauengesundheitsberatung buchen, auch wenn ihr nicht bei mir in Behandlung seid.

Zum Schluss noch eine Buchempfehlung: Vivian Dittmar hat ein Buch für alle geschrieben, die „beziehungsweise“ werden möchten. Ich schätze sie sehr und liebe ihre klare, intelligente Sicht auf unsere Beziehungen.

Für die Lachmuskeln gibt es am 12. November eine Benefiz – Comedy – Veranstaltung zugunsten der Erfurter Frauenprojekte. „Sisters of Comedy – nachgelacht“ im Gewerkschaftshaus. Vielleicht sehen wir uns?

Kommt gut durch die Novembernebel und bleibt gesund.

Erntezeit

Jetzt ist Zeit für das Einfahren der Ernte in all ihrer Üppigkeit. Marmeladen kochen, fermentieren, einlegen, einkochen— vieles dreht sich um Vorräte und haltbarmachen für die Wintermonate, zumindest bei Gartenbesitzer*innen und auf dem Land. Andere werden mit dem beschenkt, was im Überfluss wuchs. Die Marktstände sind übervoll, wir werden verlockt zu allerlei Köstlichkeiten.
Ich bin sehr froh, das es diese Zyklen und Rhytmen (hoffentlich auch weiterhin ) gibt, trotz Trockenheit, Hitze, Wetterveränderungen und Schädlingen schenkt uns der Herbst alle Jahre wieder mehr oder weniger Fülle. Und Regen. Auf ihn ist Verlass.
Immer ist diese Jahreszeit eine hochaktive Periode, alle haben alle Hände voll zu tun. Dazu kommt noch eine Fülle an Festen, Festivals, Seminaren und Partys. Erntedank ist in aller Munde. Da kann eine leicht das Atmen vergessen…
Auch ich hocke viel mit Freund*innen zusammen, gehe an langen Abenden mal wieder ins Kino oder geniesse das Zusammensein mit Familie. Sie hat etwas, diese Einkehr zu uns selbst, zum Herd, zur Gemütlichkeit.
Mein September war geprägt vom Thema Wirken in der Öffentlichkeit. Unglaublich viele inspirierende Begegnungen mit verschiedensten Menschen bei verschiedensten Gelegenheiten brachten mich zum Freuen und Staunen. Ja, es ist viel Wandel in uns allen. Wildes Denken und herzerfrischendes Anpacken liessen die arbeitsreichen Wochen flugs vergehen.
Um die Balance von yin und yang auch in mir zu stärken, folgt nun ab Morgen wieder meine kleine Inselzeit auf Usedom.
Ich freue mich auf stilles Laufen am Meer, auf ziehende Kraniche und abendliche Feuerrunden. Zeit zum Verdauen und Farbenpracht in der Natur geniessen stehen an. Und Saisonabschluss auf meinem geliebten Campingplatz.
Danach möchte ich euch herzlich zu kleinen aber feinen Abendveranstaltungen einladen.
Der Schreibkurs „SichSelbstGesundSchreiben“ beginnt doch nicht mitten in den Ferien, sondern erst am 6. November. Bis dahin finden sich vielleicht noch ein paar interessierte Schreiberinnen.
Die Ho o pono pono- Abende am 14. Oktober oder am 11. November sind eine gute Gelegenheit, diese heilsame Meditation zugunsten eurer Beziehungen kennenzulernen oder zu wiederholen.
Der Faszientag am 2. November ist bereits voll, gerne nehme ich noch ein oder zwei Frauen in die Warteliste, falls jemand ausfällt.
Den nächsten Faszien-Workshop gibt es dann im Januar 2020. Näheres wie immer auf meiner Webseite!

Später Sommer

In der Trad. chin. Medizin gibt es fünf Wandlungsphasen, eine davon ist der Spätsommer. Er wird der Erde zugeordnet, gelbe Farbe, Tanzen, Singen, Ernten und die Organe Magen und Milz sind Entsprechungen. Erst danach kommt der „richtige“ Herbst. Zum Glück!

Die ersten Spinnweben, die ein Anzeichen für den sogenannten Altweiber- Sommer sind, habe ich mir gestern im Pflegegarten aus dem Gesicht gestrichen. Viele lieben diese füllige, reiche Zeit mit ihrem goldenen Licht. Es gibt viel zu tun….dazu brauchen wir die innere Bereitschaft, das JA zum Einfahren der Ernte. Ausdauer und Geduld sind genauso hilfreich wie gute Freunde.

Nach einer erholsam-nährenden Sommerreisezeit ist das alljährlich für mich eine Herausforderung (heisst das doch weniger Badesee) und Freude zugleich.

An, auf und im Wasser habe ich meine Schalen gefüllt, einen Usedomer Campingplatz mitgestaltet, mich verzaubern lassen von der Reinheit und Kraft slowenischer Bergwelten (mit unglaublich regelmässigen Gewittergüssen), in uralte Augen geschaut auf Bushalte- Bänken und vor allem wunderbare Herzenskontakte mit Vertrauten und Fremden genossen.

Für mich ist Ur-laub auch Ur-sprung, hinein ins Unvorhersehbare, Strapazen überstehen und magische Geschenke durch langsam leben bekommen. Einfach so, mühelos sein. Wie gut, das die meisten von uns sich solchen Luxus leisten können.

Voller Dankbarkeit und Tatendrang habe ich meinen Platz wieder eingenommen und möchte mit euch ein heilsames Herbst-Feld kreiieren.

Bevor meine eigenen Angebote wieder starten, bin ich Mitgestalterin/ Helferin bei drei mir sehr am Herzen liegenden Events im September. Das Spielefestival in Büssleben ist grad vorbei, es war sehr beglückend, mit einem Team eine solche Herausforderung zu meistern. Wir haben wunderbar spielerisch viele Menschen erfreut….

Am kommenden Wochenende folgt dann das Thüringer Yogafest auf der EGA in Erfurt (näheres unter www.yoga-fest.de), das jedes Jahr viele Yogabegeisterte und Interessierte anlockt. Es gibt noch Tickets!

Am 14. September findet dann im Haus Dacheröden der nächste Thüringer Naturheilkundetag (näheres unter dem Namen) statt, bei dem ich um elf Uhr auch einen Vortrag zum Thema „Naturheilkundliche Behandlung bei gynäkologischen Erkrankungen“ halte. Fühlt euch herzlich eingeladen.

In meiner täglichen Praxis überwiegt zur Zeit das Erden durch Shiatsu, Stressabbau und Selbstbewahrung sind angesagt. Viele sind in tiefen, transformierenden Prozessen, überwinden Ängste und Krisen, suchen nach alternativen Medizinwegen. Brauchen Navigation in diesen herausfordernden Zeiten.

Mir hilft dabei eine grosse Portion Mut, gesunder Menschenverstand und das Wissen, das die Welt und wir Menschen besser sind als wir denken. Und die Bereitschaft, täglich dazuzulernen.

Es gibt empfehlenswerte Bücher, die mich dabei inspirieren, eins heisst „Eine Hand voll Sternenstaub“ von Lorenz Marti (Danke,S.), ein anderes „Factfullness“ von Hans Rosling (Danke, K.).

Unter Veranstaltungen findet ihr die geplanten Herbstseminare, mit denen ich mein Herzens- Anliegen, selbstbestimmte Gesundheitswege und damit Heilung in uns allen zu fördern, umsetze. Die Schreibwerkstatt und der Faszientag richten sich an Frauen, zum Ho o pono pono sind auch Männer herzlich eingeladen.

Einen wundervollen Spätsommer voller Lichtblicke im richtigen Moment wünscht euch Sylvia

Das Begehren nähren

Liebe Menschen in nah und fern!
Wie ist es für euch mit dem Wetter? …oh, nein, lasst uns bitte nicht wie das ganze Land vom Wetter reden.
Es ist Sommer, eine wonnigliche Zeit für mich, weil alles freudiger und leichter geht.
Viele von uns spüren in der hellen Zeit mehr von Gesundheit, Sicherheit und Lebensfreude, die Schultern werden leichter und die Sorgen kleiner. Die Schatten auch…
Meine letzte Tage verbrachte ich auf „Nandalee“, meinem geliebten Campingplatz für naturliebhabende Ruhesucher*innen auf Usedom, weit weg jeglicher Netze und offline. Mit genug Wasser vor der Nase.
Es tut gut, Pausen von der allgegenwärtigen Klingelei und Klickerei zu geniessen. Gern habe ich dort Pflanzen gegossen, Beete von ihrer Spontanvegetation befreit, Spülmaschinen bedient und tiefe Gespräche über unser aller Dasein geführt dabei. Abends über den See geschaut statt in einen viereckigen Gegenstand. Analoge Wildnistage, jenseits von Komfort und Stadtgewusel haben mich genährt.
Gern gebe ich meine Kraft in solche einfachen Orte, die immer wichtiger werden in unserer wirren Zeit, die zu
„der Welt voller Lösungen“ dazugehören. (Der Film ist grad in der Ard-Mediathek zu sehen, heisst Tomorrow)
In der TCM ist es jetzt Hochzeit des Feuers. Dahinein gehört das Herz, der Dünndarm, Sexualität und Herzbeutel.
Begeisterungsfähigkeit, lustvolles Begehren (sexuell und von allem Schönen), liebevolles Miteinander und Durchsetzungskraft sind Themen dieser Wandlungsphase.
Manchmal schiesst das Feuer über, brauchen wir einen kühlen Kopf und Ort, um die wilden Kräfte in uns zu besänftigen. Zuviel Feuer kann auch auffressen und verbrennen. Zuwenig macht uns schlapp und antriebslos.
Ausleben, Feiern, Baden gehen, leichte erfrischende Kost und freudvolle Begegungen helfen bei der Balance.
Und der Mut, sich dem Drachen in Krisenzeiten anzuvertrauen, ihn zum Verbündeten zu machen.
Ich wünsche mir von Herzen, das wir alle uns mehr auf unsere Macht besinnen, auf die Kraft des gemeinsamen Träumens und auf unseren Gestaltungswillen. Das wir an den Lagerfeuern unsere Herzenslieder singen und die Verschiedenheit in Verbundenheit anerkennen. Wir müssen reden….so heisst eine Bewegung, die gerade überall statt findet, in Erzählcafes, in Dresdener Strassenbahnen und anderswo.
Wenn ihr am 15. Juni 10- 16 Uhr Lust habt, seid ihr herzlich eingeladen zur diesjährigen Heilpflanzenwanderung ins Böhlener Tal bei Grossbreitenbach. Eine gute Gelegenheit, Pflanzen für alle Lebenslagen und wache Menschen zu treffen. Es gibt noch ein paar Plätze!
Am 24. Juni, 17 Uhr biete ich einen Feierabend- Spaziergang zu den Heilpflanzen im Willroder Forst an, der mich letztens überrascht hat mit unglaublicher Artenvielfalt vor der Haustür. Wir treffen uns am Gut Schönthal und laufen ca. 2-3 Stunden Richtung Forsthaus und zurück. Näheres erfahrt ihr bei Anmeldung!
Vom 12. Juli bis zum 12. August mache ich Sommerpause auf Usedom und anderswo. Den nächsten Rundbrief gibt es dann im September. Habt einen begehrlichen, lustvollen und erholsamen Sommer.
Herzensgrüsse Sylvia

Vom Mädchen zur Frau

Initiationsritual für Mädchen zwischen zwölf und sechzehn

An entscheidenden Entwicklungsschwellen gab und gibt es in vielen Kulturen Riten und Bräuche, die diese Übergänge markieren und würdigen. Die Menarche (Erste Menstruation) ist für Mädchen auf dem Weg zur Frau solch eine Schwelle. Die Kindheit endet, eine spannende, manchmal wilde, auch chaotische Phase beginnt. Eine bewusst gefeierte Zeremonie schafft Wahrnehmung für das, was sich wandelt und gibt der Heranwachsenden Sicherheit und Gemeinschaftsgefühl.

Wie geht das? Wir treffen uns zu einem Vorgespräch und planen gemeinsam die Inhalte.

Es ist möglich, das zwei oder drei Mädchen sich zusammentun und die Frauen ihrer Familie einladen, sie im Kreis der Frauen willkommen zu heissen. Aus meinem „Handwerkszeug“ als ausgebildete, erfahrene Ritualleiterin suchen wir stimmige Formen und Orte für das Ritual

(Dauer ca. 2-3h, Preis nach Vereinbarung).

Alles neu macht der Mai

Da muss es erst schneien, damit ich endlich die Zeit und Muße finde zum schreiben.

Es ist zu verlockend, jede freie Stunde durch die üppige grüne Welt zu streunen, dem Licht bei der Arbeit zuschauen heisst das in Irland. Das Wachsen und Blühen in all seiner Kraft steckt mich an, in mir ist grosse Freude und Dankbarkeit für unser schönes Land. Auf einer Autofahrt sass ich neulich hinten im Auto, sah die zauberhafte Natur draussen und in mir stieg ein Lied auf, das ich gar nicht gleich erkannte (siehe Anhang).

Gleichzeitig zu all der Lust brechen die Widersprüche auf, es fehlt an Regen, gesundem Menschenverstand, die Felder werden wieder übergüllt, weniger Vogelgezwitscher ist hörbar- täglich haben wir die Wahl. Schauen wir hin? Nehmen wir die Ambivalenzen und „Baustellen“ wahr?

Es ist die grosse Kunst, beides zu tun, den Ernst der Lage nicht übersehen UND das Gute leben. Die Magie des Aufbruchs geniessen in aller notwendigen Klarheit und Wonne. Und Standpunkt zu beziehen. Die Power für anstehende Veränderungen ist da, wenn wir sie nutzen. Ihr wisst: Die Welt ist voller Lösungen, sie schiessen wie Pilze aus dem Boden. Lasst es uns zusammen besser machen…

In der chinesischen Medizin beginnt die hohe Zeit des Feuers (Herz und Dünndarm), Hitze, Wut, Herzkraft und Handlungswille gehören genauso in diese Wandlungsphase Feuer wie Verdauung und Sexualität. Ein ausgeglichenes Feuerelement kommt mit all den Extremen und Herausforderungen bestens zurecht, ist bereit zu Flexibilität und Anpassung. Und wenn es mal überschiesst, können wir es besänftigen mit Pausen, Stillsein oder Singen. Oder ein Bad in kühlen Flüssen und Seen, wie ich es am Lago Maggiore schon zelebriert habe. Oder mit einer besänftigenden Shiatsusession, die das Yin nährt. Oder einfach nur mit Nichts-Tun.

Zum Thema Neues im Mai:

In unserer Praxisgemeinschaft gibt es seit April eine neue Kollegin, nachdem uns Frau Kaiser zum Jahreswechsel Richtung Weimar verliess. Doreen Weber ist erfahrene systemische Therapeutin.

Unter www.dialog-beratung.de könnt ihr mehr über sie und ihre Arbeit erfahren, wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit am Anger 12.

Walpurgis war das letzte Ritual, das ich in dieser Form öffentlich angeboten habe. Heilsame Rituale werde ich weiterhin, aber nur noch mit Anfrage und AuftraggeberInnen gestalten. Neue Zeiten brauchen neue Formen, mal sehen, welche entstehen.

Manchmal braucht es einen klaren Schlussstrich, damit sich danach neue Türen öffnen können.

Wenn ihr also an einer Schwelle steht, Lust auf rituelle Begleitung bei entscheidenden Lebensabschnitten oder Anliegen habt oder einfach nur ein Fest feiern wollt, ladet mich gerne dazu ein.

Wenn es euch im Mai gelüstet, etwas richtig Wohltuendes für euch zu tun, dann lade ich herzlich ein zum nächsten Faszientag am 25. Mai von 10-15 Uhr in unsere Praxis. Der erste Tag war ein Genuss und schnell ausgebucht, also meldet euch bald an. Wiederholerinnen sind willkommen.

Auf die Heilpflanzenwanderung am 15. Juni in die Gegend Grossbreitenbach freue ich mich schon sehr angesichts der Pracht da draussen.

So, nun wünsche ich euch lustvolle, gesunde und lebendige Maienzeit mit viel Sonne und Wonne. Herzensgrüsse Sylvia

Säen und Wachsen

In den Märzwochen war viel Gewusel und Aktivität, die zuweilen in Aktivismus umschlug. Bei euch auch? Wie aussen, so innen, mal stürmisch wild, mal ein sonniger Frieden.

Lange war ich nicht auf so vielen Demos, habe mich eingemischt und mitgewirkt am Protest. Es tut gut, nicht allein zu sein mit Wut und Frustration über manche Umstände, auch wenn ich weiss, das es beherztes Handeln an jedem Tag braucht für nachhaltige Veränderung und Wandel.

Die grosse Herausforderung und das Thema im Jahreskreis ist Wachsen in Balance.

In meinen völlig verschiedenen Veranstaltungen habe ich zutiefst erlebt, wie gut es uns tut, zusammenzukommen. In Kreisen auf Augenhöhe über uns zu erzählen, unsere Nöte und unsere Freuden zu teilen und dadurch unsere Herzen weit aufzumachen für alles, was gesehen werden mag. Es ist ein echtes Geschenk, diese tiefen Prozesse begleiten zu dürfen.

Etwas will ich euch berichten von meinem Tun: die erste Solawi-Gruppe Erfurt hat sich gegründet. Es begeistert mich, diese Idee von solidarischer Landwirtschaft mit umzusetzen. Wir sind ca. 70 Menschen, haben drei junge Gärtnerinnen (Pipi Pflanzstrumpf), die für uns von Mai – Oktober Gemüse auf einem Biobauernfeld in Büssleben anbauen. Wir finanzieren sie mit allen Risikos und beteiligen uns kollektiv an der Arbeit und Organisation. Jede® gibt, was er/sie kann. In Deutschland gibt es bereits 200 solcher Initiativen.

Die Welt ist voller Lösungen, hat eine Freundin dazu gesagt und so heisst wohl auch ein guter Film.

In meiner Praxis bin ich viel mit dem Thema fasten/reinigen befasst. Die Resonanz auf meine Frühjahrskur war gross, ich habe sie vielen versendet oder verordnet. Falls ihr mögt, freu ich mich auf Feedback zu euren Erfahrungen. Das Holzelement wieder ins Gleichgewicht bringen, seelisch und körperlich Balance fördern und Stress abbauen ist oft die Aufgabe in diesen Frühlingstagen.

Aufbrechen braucht manchmal auch ausbrechen, viele von uns wollen alte Muster ändern, schädigende Strukturen verlassen oder umziehen. Dazu braucht es Mut und Geduld, beides Qualitäten, die uns ein ausgeglichenes Holzelement verleiht.

Und tägliches Auf- Atmen und genügend Verschnaufpausen dabei nicht vergessen.

Weil der Faszien- Tag ein grosser Erfolg war und es eine Warteliste gab, biete ich ihn nochmal am 25.Mai 19 von 10-15 Uhr an. Wiederholerinnen sind herzlich willkommen.

Am 15. Juni wandern wir wieder in die üppige Heilkräuterwelt rund um Grossbreitenbach.

Und wenn es euch Walpurgis gelüstet, in einem Frauenkreis wild und draussen dieses Fest zu feiern, seid ihr herzlich eingeladen am 30. April, 18.30 Uhr zu Christine in den Hochheimer Garten. Näheres zu allen Angeboten findet ihr auf meiner Webseite www. sylviawinzer.de. Denkt an rechtzeitige (möglichst verbindliche) Platzreservierung.

Ich wünsche euch von Herzen eine zauberhafte, wärmende Frühlingszeit voller Wonne in der Sonne, erholsame Reisen in der Osterferienzeit und vitale Tatkraft für das, was ihr anpacken wollt.

Heilsame Grüße Sylvia

Sinnlicher Aufbruch

Das war es, was der Februarfrühling uns schenkte. Alles brach plötzlich auf, der kalte Winterhauch verzog sich, die Sonne lockte und siehe da, ein alljährliches Wunder geschah. Verzaubert wandere ich in diesen Tagen durch die Wälder und über die Flur, schüttele meine Winterstarre ab und laufe mich nach Herzenslust frei. Gemeinsam oder mit FreundInnen… ich bin froh, dem ständigen Drinnen zu entrinnen. Stecke mich an am Auf-Atmen in der Natur…. Alle Sinne weit geöffnet, bin ich bereit mich in den (manchmal sehr wilden) Fluss des Lebens zu werfen mit aller Konsequenz.

Freude, Leichtigkeit und Be-Geisterung sind dabei, aber auch Gefühlschaos und Stress, weil es zu schnell geht und zu laut ist. Und wiedermal die Übergänge fehlen…..grosse Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ist eine Holzqualität aus der TCM. Die Wandlungsphase Holz (Leber/Gallenblase) weckt alle Lebensgeister, sofern die Lebenskraft (Chi) vorhanden ist. Bei manchen von uns ist sie erschöpft, fehlt der Antrieb oder sind Grippe und andere Störungen im Weg. Es kann nicht aufbrechen, was fehlt…also heisst es erstmal päppeln, nähren oder entlasten.

Die Fastenzeit ist dafür geeignet, unser Wesen einzustimmen auf die lichte Hälfte des Jahres. Falls ihr eine sanfte Frühjahrskur jenseits der medial sehr gepuschten Verzichtsaufforderungen (es lebe der gesunde Menschenverstand, hört bloss nicht alle auf zu frühstücken) ausprobieren mögt, findet ihr im Anhang dazu mein Skript als Geschenk. Viele meiner PatientInnen kennen diese Hirsekur seit Jahren als sehr erleichternd und reinigend. Ich bevorzuge nähren statt entbehren, genussvoll wird Schädigendes weniger und Förderndes stärker und wir fallen nicht aus der Balance. Vor allem für viele erschöpfte Frauen ist nähren schwieriger als Verzicht.

Um diese Balance und die Frühlingslust geht es im Jahreskreis und in unserem  Frühlingsritual am 21. März um 18 Uhr am Fluss in Christines Garten. Eine heilende Zeremonie für den Neubeginn und die Rückbindung ins Grosse Ganze.

Am 16. März von 10- 15 Uhr lade ich euch in der GesundFrauSein- Reihe zum Workshop Faszienierende Faszien ein.  Ihr könnt eure wunderbaren Körperwesen schwungvoll und tief in Frühlingsform bringen, wenn diese haltgebende Faszienstruktur belüftet wird. (nur noch wenige Plätze!)

Eine Ho O Pono Pono- Einführung werde ich ein letztes Mal am 18.März um 18 Uhr anbieten, bevor das Thema in die „Sommerpause“ geht. Die nächste Gelegenheit ist dann im Herbst.

Nun wünsche ich uns allen Geduld im Sinne von „Das Gras wächst von allein“, genügend Ruhezeiten zwischen all dem Aufbruch und Lust am Aufräumen innen und aussen. Danke, das ihr diese Zeilen lest, euch hoffentlich inspiriert fühlt und wenn ihr mögt, auch weiterleitet.

Habt einen zauberhaften Frühling Sylvia

Es bewegt sich etwas….

Es bewegt sich etwas unter dem Eis…..

Spürbar und hörbar verändert sich etwas um uns herum. Die Vögel beginnen mit ihren Lockrufen, die Winterlinge machen sich bereit, in der Luft liegt manchmal ein milder Hauch und die Sonne hat (wenn sie es durch das Grau schafft) viel mehr Kraft.

In mir ist Vorfreude auf das, was wachsen wird. Wir haben Lichtmess-Zeit, das Thema ist Licht ins Dunkel bringen, die Lebensgeister wecken und eine klare Sicht auf das Jahr bekommen. Unsere Visionen von der Welt keimen und tauchen auf unter dem Schnee. Die junge, dünne Mondsichel ist das Symbol für diesen Neubeginn.

In der Chinesischen Medizin beginnt das Frühjahr mit dem Element Holz schon Mitte Februar. Leber und Gallenblase sind die Organe, die jetzt unsere Zuwendung brauchen. Die Säfte steigen nennt sich das. In den Shiatsubehandlungen entstaue und erwecke ich das Chi im Körper.

Fasten, reinigen, entlasten und entgiften sind angesagt. Weniger von dem, was uns belastet und mehr von dem, was nützt. Das Holzelement braucht Bewegung, tanzen, laufen, schwitzen sind angebracht. Und dennoch nicht vergessen, das uns in der kalten Zeit warme Öfen und Mahlzeiten nähren. Alles möchte aus der Winterruhe ins Fliessen kommen, manchmal geschieht das auch durch Infekte.

Mein Januar war geprägt von Ruhe bewahren bei viel Aktion und Input, um ein paar Konflikterfahrungen reicher bahnen sich jetzt Lösungen an. Ich spürte schnell Sehnsucht nach den ruhigen Tagen zwischen den Jahren. Jede Gelegenheit habe ich genutzt, als Winterfan in den schneereichen Thüringer Wald zu kommen und dort Kraft getankt mit FreundInnen.

Ein sehr inspirierender Online-Homöopathie-Kongress mit 7000 Menschen hat mich in meiner täglichen Heilarbeit gestärkt. Ich bin sehr dankbar, das KollegInnen sich für diese wirksame Methode stark machen in einer Zeit voller Angriffe, medialer Kampagnen und Verleumdungen.

Wer da wohl ein Interesse dran hat? Obwohl Zahlen nicht mein Plaisier sind, habe ich mir folgende gemerkt: 56 % aller Deutschen haben schon homöopathische Behandlung erfahren und davon 76% waren damit erfolgreich und sehr zufrieden. Möge die Homöopathie weiter als ein sanfter Medizinweg erhalten bleiben und wir alle differenziert genug wahrnehmen, was da läuft.

Wenn du einem eventuellen Wintertief und den wandernden Infekten entkommen magst, empfehle ich Johanniskraut und Cistus. Ein stärkender Tee fürs Immunsystem, körperlich und seelisch. Was mir auch gut durch die Kälte hilft, ist herzerwärmendes Zusammensein mit lieben Menschen und unverschämt optimistisch bleiben angesichts der Aufgaben, die vor uns liegen. Alles eine Frage der Haltung…..

Falls du Lust am kreativen Schreiben hast, lade ich zu einer Schreibwerkstatt am  Samstag, 23. Februar von 10 – 15 Uhr in unsere schönen Praxisräume am Anger ein.

Um geschmeidig und beweglich in den Frühling hineinzufinden, gibt es am

16. März eine weitere Veranstaltung in der Reihe GesundFrauSein mit dem Thema „Faszinierende Faszien“.

Eine nächste Ho o ponopono- Session findet am Montag, den 18. März von 18 – ca.20 Uhr statt.

Näheres  unter Veranstaltungen.

Nun wünsche ich uns allen einen kraftvollen, fliessenden Übergang in die hellere Zeit. Viele Gelegenheiten mögen uns leuchten lassen und die Lust auf Bewegung wächst wie das Gras von ganz allein. Herzlich Grüße  Sylvia