Zauber des Übergangs

Liebe LeserInnen!
Es ist nicht zu übersehen, der Sommer macht sich vom Acker, herbstliche Winde bringen ersehnten Regen für die einen, Mistwetter für die Anderen. Der Spätsommer ist in der chinesischen Medizin eine extra Jahreszeit/ Wandlungsphase, die dem Element Erde zugeordnet ist. Es blühen fast alle Pflanzen in gelb, die Felder sind es und die Ernte ist in vollem Gange. Alljährlich ist es für mich ein Fest in dieser Üppigkeit zu wandern und gleichzeitig macht sich ein wehmütiges Abschiedsgefühl in mir breit. Es immer ein trauriges Gefühl, wenn der Hochsommer vergeht. Ein Übergang eben….
Ambivalenz ist das Wort, was mir dazu einfällt. Gegensätzliches, Widersprüchliches und Unklares finden wir ja um uns herum überall in diesen wilden Zeiten. Es gibt Tage, an denen ich morgens tieftraurig bin, fern jeder Zuversicht, dann erhascht mich ein seltenes Lächeln eines Mitmenschen und mein Herz geht wieder auf. An anderen Tagen gehe ich beschwingt durch meinen Praxisalltag und stürze durch aggressive Menschen auf der Strasse ins Grübeln. Emotionale Kompetenz ist gefragt, ich nehme mir vor, offen zu sein…
Mich bewegen viele Fragen, auf viele gibt es (noch) keine Antworten. Ich frage mich z.b. wie wir jemals wieder in eine natürliche Berührbarkeit finden, wie unser reiches naturheilkundliches Erfahrungswissen zu Viruserkrankungen genutzt werden kann, wie wir mit den vielen Ängsten vor Krankwerden und Sterben lebendig leben sollen u.v.a.
Vor allem frage ich mich täglich, wie ich Ruhe und Gelassenheit bewahren/ wiederfinden kann. Ich möchte weiter den Andersdenkenden ihre Freiheit genauso lassen wie mir meine. Ich werde weiter im Austausch sein über alle ebenso wichtigen Themen ausserhalb der Covid19- Erkrankung und wünsche uns allen den Mut zur Veränderung, ganz persönlich und kollektiv.
Meine Sommercamp-Zeit war ebenso ambivalent geprägt von unglaublich Bezauberndem neben handfesten Schwierigkeiten mit dem menschlichen Miteinander. Am meisten gefragt war meine Empathie und die Gabe des Mitgefühls für all unsere Verschiedenheiten.  Genossen habe ich das tägliche in, am und auf dem Wasser sein, die vielen Wasservögel, Eulen und anderes Getier und das ganztägige Draussen- Sein fern des Stadtlärms.
Ich hoffe, ihr hattet ebenso gute Ferienzeiten mit Denkpausen und voller Seelenfutter, wo auch immer ihr den Sommer verbracht habt bisher.
Für den November plane ich  Waldfrauentage vom 18. bis 22. 11. im schönen Stützerbach. Die Flyer sind in Arbeit, das Hygienekonzept steht. Wenn ihr eine Mini-Auszeit mit viel Wildnis und Seelennahrung erleben möchtet, haltet euch schonmal den Termin frei. Es ist ein Angebot für Krisenmüde, Erschöpfte, Waldhungrige, Entspannungssuchende und Gruppenliebende, ich freue mich schon sehr auf heilsame Erfahrungen. Gerne könnt ihr euch auch schon vormerken lassen.
Ich wünsche euch nach der Ferienzeit einen beherzten Neustart in den Alltag, der ja auch seine Reize hat und freue mich über das eine oder andere Feedback oder ein Wiedersehen. Sorgt gut für euch.  Liebe grüsse Sylvia

Alles neu macht der Mai- hoffentlich

Liebe Menschen hier und da!
Heute morgen kam endlich der Impuls, diese Zeilen euch zu schreiben. In meinem Hirn ist ziemliches Wortgewitter, seit ich darüber nachdenke, wie ich mich äussern mag in dieser besonderen Zeit. In der schon viele Wörter verteilt werden.
Eigentlich könnte ich den Brief vom April nochmal absenden, alles ist noch gültig. Meine Meditation am Morgen hat mir dann geholfen, ich mag über Freude schreiben. Und ihre Schwester, die Vor-Freude, die ich sehr schätze.
Es freut mich sehr, wie verbunden wir durch diese Herausforderungen gehen, wie viele von uns wach und lebendig die Normalität hüten, wieviel Menschlichkeit sich im Alltäglichen zeigt.
Die hawaiianische Huna-Lehre besagt, die Energie folgt der Aufmerksamkeit, was soviel heisst wie mein Focus entscheidet, wohin ich mich verströme. Mein Focus richtet sich zunehmend auf dankbares, freud- und friedvolles Miteinander und Akzeptanz der Verschiedenheit. Das tut sooo gut….
Ich freue mich  schon sehr vor. Wie genussvoll werden wohl die Umarmungen sich anfühlen, was für eine Freude wird mir das Singen mit meinem Chor bringen, vor allem freue ich mich auf die wildbespielten Kinderspielplätze und was wir wohl alles lernen durch diesen Weckruf.
Ich empfinde auch riesige Vorfreude auf meine Sommerzeit auf Usedom, wo wir jetzt schon (in Telefonkonferenzen) daran arbeiten, das dieser Platz überleben kann. Überhaupt freue ich mich schon aufs Reisen.
Vorfreude durchströmt mich auch, wenn ich an meine heilsamen Gruppenangebote denke, die einen kleinen Beitrag leisten werden beim Heilen der vielen Sorgen und Nöte, durch die wir gehen.
Beginnen werde ich mit der Heile(pflanzen)wanderung am 16. Mai, sofern sich Thüringen bis dahin lockert…..eine weitere folgt dann am 13. Juni. Wenn ihr euch dafür interessiert, meldet euch rechtzeitig diesmal per mail an, da wir sicher nur in kleiner Gruppe unterwegs sind.
Alles weitere, was ich dann so aushecke, allein oder mit KollegInnen, erfahrt ihr dann durch eine Mail und auf meiner Webseite.
Von Herzen wünsche ich euch einen kraftvollen, ehrlichen und freudigen Mai voller Wonne und Vorfreude.
Möget ihr behütet und umgeben von liebenden Menschen durch die strotzende Natur streifen, euch daran anstecken und euer Herz vor Freude tanzen… Im Anhang findet ihr noch ein kleines Geschenk zum Schmunzeln.
Vorfeudige Grüsse von Sylvia
P.s.1
Vorfreude setzt in unserem Hirn übrigens genauso Glückshormone frei wie das Ereignis selbst, manchmal sogar ungehemmter, sagen Hirnforscher.
P.s. 2
Dankeschön für die tiefen heilsamen Begegnungen mit euch in unserer Heilerei am Anger und euer Vertrauen, das mich gut ernährt gerade.

Auf-Atmen

Liebe Menschen in nah und fern!

Nun ist er da, der ersehnte (recht erfrischende) Frühling. Gerade jetzt, im Krisenmodus, lädt er mich zum Atmen ein, Düfte einatmen, Stress ausatmen, durchschnaufen beim Rausstapfen, stilles Weiteratmen beim meditieren- und das Schöne ist, dabei bin ich nicht allein. Es tummelt im Wald und auf den Feldern um mich rum, viele sind froh über die Zeit in der Natur.

Mein Alltag ist recht unverändert, ich begleite (glücklicherweise) weiterhin Menschen durch Krankheiten, Krisen und andere Lebensprozesse voller Dankbarkeit. Wir alle mit unseren Schwierigkeiten, jede(r) an einer anderen Stelle des Geschehens. Ich staune über die Nähe, die Präsenz und das strömende Mitgefühl jeden Tag neu. Und über die zahlreichen Lösungen, die wie Pilze aus dem Boden schiessen.

In solchen Krisenzeiten sehe ich immer auch Chancen, wie jede Krankheit auch kommt, um etwas zu heilen, so wahrscheinlich auch diese.
Flexibilität ist Gesundheit, sagt mein homöopathischer Lehrmeister Rajan Sankaran. Flexibilität gehört auch in das Holzelement, also ins Frühjahr. Kreativität ist eine ander Gabe des Holzelementes in der chinesischen Medizin. Auch die spriesst grad überall…

Jetzt wird sichtbar, welches unsere Kraftquellen sind. Die beste Quelle für mich ist das Nicht-Wissen und Annehmen, was ist. Die Natur in ihrer aufbrechenden Schönheit ebenso wie die Stille in der Meditation geben mir Kraft.
Die schwerste Übung: nicht in den Widerstand gehen, sondern innen Ruhe und Gelassenheit finden, egal was aussen tobt. Meine Gefühlswallungen immer wieder besänftigen und das Schmerzende in mein Herz nehmen. Ich weiss es nicht….aushalten.
Die leichteste Übung: meine zahlreichen Kontakte weiterhin zu pflegen, auch wenn mir die Ohren glühen vom Telefonieren und ich gar nicht soviel zeit habe, wie ich gern zu zweit spazieren gehen würde.

Wenn ihr zu denen gehört, deren finanzielle Sicherheit komplett wegbricht, ihr meine Dienste dennoch braucht, sprecht mich gerne an, wir finden eine stimmige Lösung. Ich bin da….
Auf meinem Anrufbeantworter findet ihr tagesaktuell den Umgang mit meiner Praxis. Gerne könnt ihr euch eine Telefonberatung zur Krisenbewältigung vereinbaren. Alle, die langfristige Behandlungstermine haben, sind herzlich willkommen. Wir passen unser Miteinander den Umständen an, das gelingt grad schon sehr gut.

Noch eine Ankündigung habe ich. Für den 21. April plane ich mit Andrea Schlüter eine Meditationsgruppe zu starten, wo wir uns zu acht regelmässig gemeinsam zum Meditieren treffen. Andrea ist sehr erfahren, hat lange im Meditationszentrum von Tich nat Than in Plumvillage/ Frankreich gelebt und uns sicher viel zu geben. Wir freuen uns drauf. Vormerken lassen lohnt sich…Ob der Termin sich verschiebt, erfahrt ihr rechtzeitig. Meine geplanten Veranstaltungen für April verschiebe ich ebenfalls, wohin verrät euch dann meine Webseite.

In meiner Heiltradition der weisen Frauen suchen wir nach Kooperation mit allem Gestörten, Nicht-Heilem. Das versuche ich grade, mal mehr, mal weniger gut. Mögen wir gemeinsam gut durch diese Herausforderung kommen und meine Zeilen einen kleinen Samen der Zuversicht in euch säen.

Herzensgrüsse Sylvia

Lichtblicke

Da ist er wieder- der stille Moment am Morgen, der mich einlädt, euch ein paar Zeilen zu schreiben. Jetzt. Ich mag die klare, konzentrierte Stimmung dabei.
Heute ist Lichtmess. Meine Stube ist rein, weisse Farben umgeben mich. Die dunkle Jahreshälfte ist vorüber, spürbar wirken andere Kräfte in uns und in der Natur. Es wird lichter….
Das Vogelgezwitscher macht mich vorfreudig auf nahendes Frühjahr. Vorfreude ist ein Lieblingsthema von mir zur Zeit.
Das Symbol für die Lichtmess- Kraft ist die silberne junge Mondsichel, die für kristallklare Klarheit steht. Und für Neubeginn….von was auch immer. Mögen die Ahnungen für euer Jahr sicht- und spürbarer werden.
Die chinesische Medizin stellt in dieser Jahreszeit das Wasserelement mit Niere und Blase in den Mittelpunkt, zu dem gehören die Hormone, die Ausscheidung von Überflüssigem, das Fliessen aller Säfte im Körper und alle Beziehungen, die uns nähren. Kälte, Stau, Starre und Zerfliessen in unseren Gefühlen sind die Schattenseiten und schwächen die Energie in den ausscheidenden Organen. Meine Shiatsu- Praxis ist also dem Fluss und dem Auf- Spüren von Hindernissen gewidmet, um eine ausgewogene Balance hervorzulocken, die sich immer wieder selbst herstellt. Wenn wir es zulassen…..und vertrauen.
Viele von uns suchen nach Lichtblicken, werden von schweren Erkrankungen herausgefordert oder stecken in tiefen Krisen, wie die Erde auch. Augen auf und durch sagte eine zu mir.
Andere wuseln an Lösungen, finden geniale Wege für Neues Leben, sehen überall die Chancen und setzen (wie unsere Solawi- Initiative) auf die Kraft des Wir.
Mein Kraftort zur Zeit ist eine wundersame Waldlichtung mit einer sehr köstlichen Quelle. Dort finde ich Frieden mit dem, was ist, Ruhe und Wildnis. Fühle mich mit dem Ursprünglichen verbunden, aller Stress fliesst in das klare Wässerchen. Das Abschirmen kann ich hier sein lassen. Es lichtet sich…
Vielleicht habt ihr auch so eine nährende Kraftquelle, die euch wieder einschwingt auf euren inneren Kern?
Hier nun meine Februar- Veranstaltungen:
Wenn ihr aus der Winterstarre in einen geschmeidigen Flow kommen magt, seid ihr herzlich zum nächsten Faszientag am 29. Februar von 10-16 Uhr eingeladen.
Am 26. Februar, 19 Uhr sind alle eingeladen, die bisher schon an Schreibprojekt- Abenden teilgenommen und Lust auf mehr davon haben. Wir wollen weiter eintauchen in die Magie des „Sichselbstgesundschreiben“.
Die angekündigte dreiteilige Homöopathische Haus- und Notfallapotheke mit Einblicken in die Welt der häufigen und bewährten Indikationen beginnt am 18. März, die zwei weiteren Abende legen wir gemeinsam fest.
Die diesjährige Heilpflanzen- Wanderung findet am 13. Juni von 9- 16 Uhr irgendwo im Olitätenland in Ostthüringen statt (zum Vormerken).
Für alle Kurse bitte rechtzeitig und verbindlich per Mail anmelden! Näheres findet ihr dann auf meiner Webseite.
Nun wünsche ich euch allen eine gesunde, gelassene und nährende Vorfrühlingszeit mit der nötigen Geduld beim Warten auf Sonne und Grün. Für mich ist es eine Zeit für kreative Mut- Ausbrüche. Vielleicht begegnen wir uns dabei….
Herzensgrüsse Sylvia

Neues Beginnen

So ganz allmählich tauche ich auf, vollende die ZwischenZeit der Rauhnächte, um mich auf ein Neues Beginnen einzustellen.
Es war eine gute Zeit für Abschied, Schalen füllen, Feiern, Schlemmen, Singen, Reinigen und Magie.
Alles Widersprüchliche, Aufwühlende und Transformative habe ich gut integrieren können- hoffe ich.
Danke für alle, die diese nährende Zeit mit mir geteilt haben, Danke für alle Geschenke.
Hast du schon eine Ahnung, was das Neue im nächsten Jahreskreis sein wird? Der Januar steht im Jahreskreis für das Nichts. Es keimt was unter dem Schnee. Das zunehmende Licht regt neues Wachsen an. Bis Lichtmess wird es sich zeigen…
Wenn ich mich so umschaue und umhöre, braucht es viel Flexibilität, Veränderungsbereitschaft und Unbeirrtheit für das grade erst begonnene Jahr. In mir ist Vorfreude, Neugier und Zuversicht auf das, was kommt.
Mögen wir alle mit dem Herzen sehen, wo unsere Wege uns hinführen, was das Leben jetzt und zukünftig von uns möchte. Jede(r) am geeigneten Platz auf eine vielleicht neue oder auch altbewährte Weise möge sich einbringen, dabei gesund und weise geführt zu neuen Ufern aufbrechen.
Jetzt einige Ankündigungen in Praxisangelegenheiten.
1. Lange Zeit habe ich meine Preise stabil halten können. Ab Februar erhöht sich mein Stundenpreis von 70 auf 75 €, da sich auch die Praxiskosten erhöhen. Näheres findet ihr dann im Flyer beim ersten Praxisbesuch.
2. Falls ihr noch geliehene Bücher habt, bitte gebt sie mir demnächst zurück (auch Briefkasten geht)
3. Auf Wunsch plane ich für das Frühjahr einen Homöopathiekurs für Akutfälle und Hausapotheke. Falls euch bestimmte Themen interessieren oder ihr bestimmte Zeiten dafür wünscht, sendet mir gerne eine Mail.
4. Um in den nächsten Tagen meine Jahresabrechnung zu vollenden, überweist bitte alle! die noch offenen Rechnungen.
6. Für den Faszientag am 18. Januar 2020 von 10-16 Uhr gibt es noch einige freie Plätze.
Ich wünsche uns allen ein näher Zusammenrücken, solidarisches Miteinander und füreinander Dasein in allen Lebenslagen.
Mein grösster Wunsch ist es, das sich Vernunft und Wandelbewusstsein sanft und liebevoll, aber bestimmt durchsetzen.
Das wir ein Feld von ansteckender Gesundheit gestalten, in dem Heilung geschieht.
Ich wünsche uns den Mut im Tanz mit dem Unvorhersehbaren und vor allem wünsche ich uns, das wir den Humor dabei nicht verlieren.
Ich freue mich drauf.
Beherzte Grüsse Sylvia

Winterlicht

Ihr Lieben!
Es ist geschafft, die längste Nacht des Jahres ist um, die Sonne hat sich gewendet (um 5.19 uhr genau). Nach drei bis vier Balancetagen nimmt das Licht wieder kaum merklich zu. Ich geniesse diesen Moment „alle Jahre wieder“. Das kleine Licht mit seinem Funkeln, von den Hawaiianern Liebeslicht La a kea genannt, kann uns verzaubern. Dazu dürfen wir jetzt Aus- und Aufatmen.
In mir ist grosse Dankbarkeit für das vergehende Jahr, für die Zeit zum Zurück- und Vorausschauen, die uns die Rauhnächte bieten.
Wie auch immer du diese Tage und Nächte verbringst, wünsche ich dir von Herzen lichtvolle, friedliche und vielleicht auch wilde Erlebnisse in diesem Zwischen-Raum. Möge alles so sein, wie es dir gerade gut tut…
Hier möchte ich jetzt Danke sagen für die miteinander gegangenen Wege, für dein Vertrauen in uns, für alles, was wir voneinander lernen konnten, für deinen Mut zur Heilung tiefer Wunden, für dein Dasein und dein Sosein.
Es ist für mich ein grosses Geschenk, das du diese Zeilen liest und wir dadurch irgendwie verbunden sind.
 In der Praxis bin ich am 30.12. nocheinmal zugange und telefonisch erreichbar. Dann wieder ab dem 6. Januar mit gefüllten Schalen.
Den nächsten Rundbrief gibt es irgendwann am Beginn des neuen Jahres mit Aussichten und Planungen für 2020.
Hab eine herzerwärmende Weihnachtszeit und drumherum zauberhafte Rauhnächte. Sylvia

Zeitinseln

Liebe Menschen!
Der heutige Rundbrief wird ein kurzer. Nicht weil es nichts zu sagen gäbe, sondern weil es zuviel wäre, was  zu sagen wäre.
Der Dezember möge ruhiger, leiser und entspannter als die letzten trubeligen Wochen sein.
Die meisten Menschen, denen ich begegne, sind auf der Suche nach sich selbst, ihrem Frieden, wieder gesund werden, Vergebung und vor allem Zeit. Es wird viel getrennt, aufgelöst und betrauert.
Der Lichtmangel macht etwas mit uns allen…..das erste Lichtlein heute am Adventskranz möge unser Herz erwärmen, und erinnern an das wirklich Wesentliche: die Liebe, die uns heilt. Sie unter alldem Stress strömen lassen wirkt Wunder.
Die chinesische Medizin spricht jetzt von der Wandlungsphase Wasser, Blase und Niere sind die Organe, die dieses Wasser in uns bewegen und verkörpern. Das Fliessen der Emotionen, die Hormone und die Ahnenkraft gehören hier dazu. Alles im Fluss zu halten ist die Winteraufgabe. Und das Selbst bewahren.
Wollt ihr gerne nicht alleine diese dunkle Zeit verbringen, dann lade ich euch herzlich ein zu Ho o pono pono am 9.12. um 18 Uhr, zu einem einführenden Rauhnächte- Abend am 20.12. um 18,30 Uhr oder zum meditativen Jahresrückblick am 30.12. um 17 Uhr. Näheres dazu findet ihr wie immer auf meiner Webseite www.sylviawinzer.de. Bitte meldet euch telefonisch und nur verbindlich an, wenn ihr wirklich teilnehmen möchtet, es gibt jeweils noch ein paar freie Plätze. Männer und Frauen sind herzlich willkommen.
Im Anhang findet ihr noch eine Einladung von meiner Kollegin Rosemarie Kaiser aus Weimar, die nochmals eine Reihe zum Thema selbstbestimmt Sterben anbietet im nächsten Jahr. Sehr empfehlenswert!
Ich wünsche euch von Herzen einen licht- und liebevollen Dezember, himmlische Weihnachten, viele kleine Zeitinseln zum Seele baumeln lassen und verschwinde jetzt für eine dreitägige Mini- Auszeit nach Bad Sulza. Sylvia

Grau ist auch eine Farbe

Jetzt kommt sie wieder, die dunkelste Zeit des Jahres, die uns mit Kälte und Lichtmangel herausfordert, aber auch so manchen Zauber bietet. In vielen Kulturen feiert man heute Nacht, Geister-, Ahnen-, oder Totenfest. Bei den Kelten ist es Samhain.

Es heisst, die Grenzen zur Anderen Welt sind durchlässiger. Gruselig kann es schon sein, die Nebel wabern dicht um uns herum und lassen nur ahnen, was da ist – oder nicht.

Es kommt die Magie ins Spiel, in der vergehenden Natur, die sich langsam von bunt auf grau reduziert. Nur das Wesentliche bleibt, Baumgerüste stehen wie seltsame Wesen im Weg, wenn ich durch raschelndes Laub wandere.

Was ich am meisten mag, ist die einkehrende Stille. In mir und auch draussen, wenn ich mich fern des Weihnachts-Countdowns in der tummelnden Stadt bewege.

Meine Medizin in dieser Zeit heisst locker mitschwingen, einlassen und mit nahen Menschen die Köpfe zusammenstecken. Bloss keinen Widerstand aufbauen. Ich werde langsamer, die Phantasie ist wacher, das Zusammensein an Feuern und Heizungen wird lebenswichtig. Alles findet mehr Ruhe……wenn ich es zulasse.

In meiner Solawi- Gruppe haben wir eine dicke Ernte eingefahren, zu Hause türmen sich Kohl und Kürbisse, die letzten Tomaten sind genauso kostbar wie die die letzten warmen Tage. Die Saison ist zu Ende, jetzt werden Vorräte verarbeitet und für den Winter eingelagert.

Es ist wie Schätze sichten, die Erfahrungen des Jahres einsammeln, meine Prozesse wertschätzen, auch die schwierigen Dinge würdigen. Viele sind am Sortieren, ein und aus. Die grösste Aufgabe ist es, die Mitte zu hüten. Das gelingt mir am besten am Herd, auf dem eine wärmende Suppe steht. Hoffentlich!

Lasst uns zusammenrücken wie in einer mongolischen Jurte, wo die Menschen sich im Sitzen am Oberarm des Nachbarn anlehnen, damit die Kälte nicht dazwischen zieht. Gemeinsam kommen wir besser durch die Dunkelheit.

Für meinen Schreibkurs „SichSelbstGesundSchreiben“ ab 6. 11. gibt es noch einen freien Platz, falls eine sich gerufen fühlt, ihre Innenwelten schreibend zu erforschen.

Der Faszientag und der Hooponopono – Abend sind ausgebucht, aber für beides gibt es im Januar neue Termine.

Die Angebote für die Rauhnächte findet ihr dann demnächst auf meiner Webseite und im Dezember- Brief.

Am Dezember veranstalte ich einen Endometriose – Abend für neugierige und betroffene Frauen, da immer mehr Frauen mit dieser Erkrankung nach alternativen Medizinwegen suchen.

Wenn ihr selbst ein gynäkologisches Thema mit mir besprechen wollt, könnt ihr euch gern eine Stunde Frauengesundheitsberatung buchen, auch wenn ihr nicht bei mir in Behandlung seid.

Zum Schluss noch eine Buchempfehlung: Vivian Dittmar hat ein Buch für alle geschrieben, die „beziehungsweise“ werden möchten. Ich schätze sie sehr und liebe ihre klare, intelligente Sicht auf unsere Beziehungen.

Für die Lachmuskeln gibt es am 12. November eine Benefiz – Comedy – Veranstaltung zugunsten der Erfurter Frauenprojekte. „Sisters of Comedy – nachgelacht“ im Gewerkschaftshaus. Vielleicht sehen wir uns?

Kommt gut durch die Novembernebel und bleibt gesund.

Erntezeit

Jetzt ist Zeit für das Einfahren der Ernte in all ihrer Üppigkeit. Marmeladen kochen, fermentieren, einlegen, einkochen— vieles dreht sich um Vorräte und haltbarmachen für die Wintermonate, zumindest bei Gartenbesitzer*innen und auf dem Land. Andere werden mit dem beschenkt, was im Überfluss wuchs. Die Marktstände sind übervoll, wir werden verlockt zu allerlei Köstlichkeiten.
Ich bin sehr froh, das es diese Zyklen und Rhytmen (hoffentlich auch weiterhin ) gibt, trotz Trockenheit, Hitze, Wetterveränderungen und Schädlingen schenkt uns der Herbst alle Jahre wieder mehr oder weniger Fülle. Und Regen. Auf ihn ist Verlass.
Immer ist diese Jahreszeit eine hochaktive Periode, alle haben alle Hände voll zu tun. Dazu kommt noch eine Fülle an Festen, Festivals, Seminaren und Partys. Erntedank ist in aller Munde. Da kann eine leicht das Atmen vergessen…
Auch ich hocke viel mit Freund*innen zusammen, gehe an langen Abenden mal wieder ins Kino oder geniesse das Zusammensein mit Familie. Sie hat etwas, diese Einkehr zu uns selbst, zum Herd, zur Gemütlichkeit.
Mein September war geprägt vom Thema Wirken in der Öffentlichkeit. Unglaublich viele inspirierende Begegnungen mit verschiedensten Menschen bei verschiedensten Gelegenheiten brachten mich zum Freuen und Staunen. Ja, es ist viel Wandel in uns allen. Wildes Denken und herzerfrischendes Anpacken liessen die arbeitsreichen Wochen flugs vergehen.
Um die Balance von yin und yang auch in mir zu stärken, folgt nun ab Morgen wieder meine kleine Inselzeit auf Usedom.
Ich freue mich auf stilles Laufen am Meer, auf ziehende Kraniche und abendliche Feuerrunden. Zeit zum Verdauen und Farbenpracht in der Natur geniessen stehen an. Und Saisonabschluss auf meinem geliebten Campingplatz.
Danach möchte ich euch herzlich zu kleinen aber feinen Abendveranstaltungen einladen.
Der Schreibkurs „SichSelbstGesundSchreiben“ beginnt doch nicht mitten in den Ferien, sondern erst am 6. November. Bis dahin finden sich vielleicht noch ein paar interessierte Schreiberinnen.
Die Ho o pono pono- Abende am 14. Oktober oder am 11. November sind eine gute Gelegenheit, diese heilsame Meditation zugunsten eurer Beziehungen kennenzulernen oder zu wiederholen.
Der Faszientag am 2. November ist bereits voll, gerne nehme ich noch ein oder zwei Frauen in die Warteliste, falls jemand ausfällt.
Den nächsten Faszien-Workshop gibt es dann im Januar 2020. Näheres wie immer auf meiner Webseite!

Später Sommer

In der Trad. chin. Medizin gibt es fünf Wandlungsphasen, eine davon ist der Spätsommer. Er wird der Erde zugeordnet, gelbe Farbe, Tanzen, Singen, Ernten und die Organe Magen und Milz sind Entsprechungen. Erst danach kommt der „richtige“ Herbst. Zum Glück!

Die ersten Spinnweben, die ein Anzeichen für den sogenannten Altweiber- Sommer sind, habe ich mir gestern im Pflegegarten aus dem Gesicht gestrichen. Viele lieben diese füllige, reiche Zeit mit ihrem goldenen Licht. Es gibt viel zu tun….dazu brauchen wir die innere Bereitschaft, das JA zum Einfahren der Ernte. Ausdauer und Geduld sind genauso hilfreich wie gute Freunde.

Nach einer erholsam-nährenden Sommerreisezeit ist das alljährlich für mich eine Herausforderung (heisst das doch weniger Badesee) und Freude zugleich.

An, auf und im Wasser habe ich meine Schalen gefüllt, einen Usedomer Campingplatz mitgestaltet, mich verzaubern lassen von der Reinheit und Kraft slowenischer Bergwelten (mit unglaublich regelmässigen Gewittergüssen), in uralte Augen geschaut auf Bushalte- Bänken und vor allem wunderbare Herzenskontakte mit Vertrauten und Fremden genossen.

Für mich ist Ur-laub auch Ur-sprung, hinein ins Unvorhersehbare, Strapazen überstehen und magische Geschenke durch langsam leben bekommen. Einfach so, mühelos sein. Wie gut, das die meisten von uns sich solchen Luxus leisten können.

Voller Dankbarkeit und Tatendrang habe ich meinen Platz wieder eingenommen und möchte mit euch ein heilsames Herbst-Feld kreiieren.

Bevor meine eigenen Angebote wieder starten, bin ich Mitgestalterin/ Helferin bei drei mir sehr am Herzen liegenden Events im September. Das Spielefestival in Büssleben ist grad vorbei, es war sehr beglückend, mit einem Team eine solche Herausforderung zu meistern. Wir haben wunderbar spielerisch viele Menschen erfreut….

Am kommenden Wochenende folgt dann das Thüringer Yogafest auf der EGA in Erfurt (näheres unter www.yoga-fest.de), das jedes Jahr viele Yogabegeisterte und Interessierte anlockt. Es gibt noch Tickets!

Am 14. September findet dann im Haus Dacheröden der nächste Thüringer Naturheilkundetag (näheres unter dem Namen) statt, bei dem ich um elf Uhr auch einen Vortrag zum Thema „Naturheilkundliche Behandlung bei gynäkologischen Erkrankungen“ halte. Fühlt euch herzlich eingeladen.

In meiner täglichen Praxis überwiegt zur Zeit das Erden durch Shiatsu, Stressabbau und Selbstbewahrung sind angesagt. Viele sind in tiefen, transformierenden Prozessen, überwinden Ängste und Krisen, suchen nach alternativen Medizinwegen. Brauchen Navigation in diesen herausfordernden Zeiten.

Mir hilft dabei eine grosse Portion Mut, gesunder Menschenverstand und das Wissen, das die Welt und wir Menschen besser sind als wir denken. Und die Bereitschaft, täglich dazuzulernen.

Es gibt empfehlenswerte Bücher, die mich dabei inspirieren, eins heisst „Eine Hand voll Sternenstaub“ von Lorenz Marti (Danke,S.), ein anderes „Factfullness“ von Hans Rosling (Danke, K.).

Unter Veranstaltungen findet ihr die geplanten Herbstseminare, mit denen ich mein Herzens- Anliegen, selbstbestimmte Gesundheitswege und damit Heilung in uns allen zu fördern, umsetze. Die Schreibwerkstatt und der Faszientag richten sich an Frauen, zum Ho o pono pono sind auch Männer herzlich eingeladen.

Einen wundervollen Spätsommer voller Lichtblicke im richtigen Moment wünscht euch Sylvia