Säen und Wachsen

In den Märzwochen war viel Gewusel und Aktivität, die zuweilen in Aktivismus umschlug. Bei euch auch? Wie aussen, so innen, mal stürmisch wild, mal ein sonniger Frieden.

Lange war ich nicht auf so vielen Demos, habe mich eingemischt und mitgewirkt am Protest. Es tut gut, nicht allein zu sein mit Wut und Frustration über manche Umstände, auch wenn ich weiss, das es beherztes Handeln an jedem Tag braucht für nachhaltige Veränderung und Wandel.

Die grosse Herausforderung und das Thema im Jahreskreis ist Wachsen in Balance.

In meinen völlig verschiedenen Veranstaltungen habe ich zutiefst erlebt, wie gut es uns tut, zusammenzukommen. In Kreisen auf Augenhöhe über uns zu erzählen, unsere Nöte und unsere Freuden zu teilen und dadurch unsere Herzen weit aufzumachen für alles, was gesehen werden mag. Es ist ein echtes Geschenk, diese tiefen Prozesse begleiten zu dürfen.

Etwas will ich euch berichten von meinem Tun: die erste Solawi-Gruppe Erfurt hat sich gegründet. Es begeistert mich, diese Idee von solidarischer Landwirtschaft mit umzusetzen. Wir sind ca. 70 Menschen, haben drei junge Gärtnerinnen (Pipi Pflanzstrumpf), die für uns von Mai – Oktober Gemüse auf einem Biobauernfeld in Büssleben anbauen. Wir finanzieren sie mit allen Risikos und beteiligen uns kollektiv an der Arbeit und Organisation. Jede® gibt, was er/sie kann. In Deutschland gibt es bereits 200 solcher Initiativen.

Die Welt ist voller Lösungen, hat eine Freundin dazu gesagt und so heisst wohl auch ein guter Film.

In meiner Praxis bin ich viel mit dem Thema fasten/reinigen befasst. Die Resonanz auf meine Frühjahrskur war gross, ich habe sie vielen versendet oder verordnet. Falls ihr mögt, freu ich mich auf Feedback zu euren Erfahrungen. Das Holzelement wieder ins Gleichgewicht bringen, seelisch und körperlich Balance fördern und Stress abbauen ist oft die Aufgabe in diesen Frühlingstagen.

Aufbrechen braucht manchmal auch ausbrechen, viele von uns wollen alte Muster ändern, schädigende Strukturen verlassen oder umziehen. Dazu braucht es Mut und Geduld, beides Qualitäten, die uns ein ausgeglichenes Holzelement verleiht.

Und tägliches Auf- Atmen und genügend Verschnaufpausen dabei nicht vergessen.

Weil der Faszien- Tag ein grosser Erfolg war und es eine Warteliste gab, biete ich ihn nochmal am 25.Mai 19 von 10-15 Uhr an. Wiederholerinnen sind herzlich willkommen.

Am 15. Juni wandern wir wieder in die üppige Heilkräuterwelt rund um Grossbreitenbach.

Und wenn es euch Walpurgis gelüstet, in einem Frauenkreis wild und draussen dieses Fest zu feiern, seid ihr herzlich eingeladen am 30. April, 18.30 Uhr zu Christine in den Hochheimer Garten. Näheres zu allen Angeboten findet ihr auf meiner Webseite www. sylviawinzer.de. Denkt an rechtzeitige (möglichst verbindliche) Platzreservierung.

Ich wünsche euch von Herzen eine zauberhafte, wärmende Frühlingszeit voller Wonne in der Sonne, erholsame Reisen in der Osterferienzeit und vitale Tatkraft für das, was ihr anpacken wollt.

Heilsame Grüße Sylvia

Sinnlicher Aufbruch

Das war es, was der Februarfrühling uns schenkte. Alles brach plötzlich auf, der kalte Winterhauch verzog sich, die Sonne lockte und siehe da, ein alljährliches Wunder geschah. Verzaubert wandere ich in diesen Tagen durch die Wälder und über die Flur, schüttele meine Winterstarre ab und laufe mich nach Herzenslust frei. Gemeinsam oder mit FreundInnen… ich bin froh, dem ständigen Drinnen zu entrinnen. Stecke mich an am Auf-Atmen in der Natur…. Alle Sinne weit geöffnet, bin ich bereit mich in den (manchmal sehr wilden) Fluss des Lebens zu werfen mit aller Konsequenz.

Freude, Leichtigkeit und Be-Geisterung sind dabei, aber auch Gefühlschaos und Stress, weil es zu schnell geht und zu laut ist. Und wiedermal die Übergänge fehlen…..grosse Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ist eine Holzqualität aus der TCM. Die Wandlungsphase Holz (Leber/Gallenblase) weckt alle Lebensgeister, sofern die Lebenskraft (Chi) vorhanden ist. Bei manchen von uns ist sie erschöpft, fehlt der Antrieb oder sind Grippe und andere Störungen im Weg. Es kann nicht aufbrechen, was fehlt…also heisst es erstmal päppeln, nähren oder entlasten.

Die Fastenzeit ist dafür geeignet, unser Wesen einzustimmen auf die lichte Hälfte des Jahres. Falls ihr eine sanfte Frühjahrskur jenseits der medial sehr gepuschten Verzichtsaufforderungen (es lebe der gesunde Menschenverstand, hört bloss nicht alle auf zu frühstücken) ausprobieren mögt, findet ihr im Anhang dazu mein Skript als Geschenk. Viele meiner PatientInnen kennen diese Hirsekur seit Jahren als sehr erleichternd und reinigend. Ich bevorzuge nähren statt entbehren, genussvoll wird Schädigendes weniger und Förderndes stärker und wir fallen nicht aus der Balance. Vor allem für viele erschöpfte Frauen ist nähren schwieriger als Verzicht.

Um diese Balance und die Frühlingslust geht es im Jahreskreis und in unserem  Frühlingsritual am 21. März um 18 Uhr am Fluss in Christines Garten. Eine heilende Zeremonie für den Neubeginn und die Rückbindung ins Grosse Ganze.

Am 16. März von 10- 15 Uhr lade ich euch in der GesundFrauSein- Reihe zum Workshop Faszienierende Faszien ein.  Ihr könnt eure wunderbaren Körperwesen schwungvoll und tief in Frühlingsform bringen, wenn diese haltgebende Faszienstruktur belüftet wird. (nur noch wenige Plätze!)

Eine Ho O Pono Pono- Einführung werde ich ein letztes Mal am 18.März um 18 Uhr anbieten, bevor das Thema in die „Sommerpause“ geht. Die nächste Gelegenheit ist dann im Herbst.

Nun wünsche ich uns allen Geduld im Sinne von „Das Gras wächst von allein“, genügend Ruhezeiten zwischen all dem Aufbruch und Lust am Aufräumen innen und aussen. Danke, das ihr diese Zeilen lest, euch hoffentlich inspiriert fühlt und wenn ihr mögt, auch weiterleitet.

Habt einen zauberhaften Frühling Sylvia