Vertrauen schenken

Nun hat die dunkelste Zeit des Jahres begonnen, weniger Licht, klare, kalte Nächte, es fällt Blatt für Blatt- ein leises Sterben. Wenn ich aus meiner Praxis heimradle, ist es stockfinster. Sehnsucht nach wärmender Sonne wächst.
Was hat sie uns zu geben, diese DunkelZeit?
Mir kommt da das Wort Vertrauen in den Sinn. Vertrauen in das wiederkehrende Licht, wenn es an der Zeit ist.
Vertrauen in unsere Liebsten, die mit uns sind. Vertrauen in unsere Fähigkeit als soziale Wesen, füreinander DA zu sein.
Auch wenn uns eine Infektion erwischt. Oder wir zu denen gehören, die es anders sehen.
Wie wunderbar wäre es, wenn wir uns daran erinnern, das Kranksein zum Leben dazugehört/unvermeidbar ist.
Es schmerzt mich, das krankgewordene Menschen alleingelassen und isoliert werden, das sie ohne kompetente Hilfe und Medizin mit Schuld und Scham kämpfen (erlebe ich grad oft, wenn ich sie telefonisch durch die Covid- Erkrankung begleite).
Vertrauen wäre auch hier gut, es gibt viele kreative Möglichkeiten für kranke Mitmenschen zu sorgen trotz Abstandsgebot.
Heilung braucht Zuwendung und Geborgenheit statt Ausgeschlossensein.
Was mir an dieser Zeit sehr gefällt ist die Entschleunigung (wenn ich sie hinbekomme) durch Rückzug und die Reduzierung auf das Wesentliche. In der Stille liegt ein grosse Macht, die mein/unser erregtes Nervensystem zutiefst beruhigt. Die Konfrontation mit der Endlichkeit allen Lebens bringt auch Vertrauen. Indem ich meine Ahnen erinnere, verbinde ich mich mit meinen Wurzeln. Das schenkt mir Anbindung, Tiefe und Loslassen von allem, was überlebt ist. Meditierend weiss ich, es ist alles da.
Ich wünsche uns allen, das gütige Menschlichkeit und liebevolles Miteinander siegen über unsere Angst.
Lasst uns jede und jeder im Kleinen einen Beitrag leisten zu den Lösungen, die es im Grossen braucht.
Habt freudige Momente in jedem Tag, ein wenig nährende Stille und lasst euch vielleicht wie ich verzaubern von der herben Schönheit der Vergänglichkeit.
Einen heimeligen zuversichtlichen Novembergruss sendet Sylvia

Licht und Schatten

Liebe interessierte Leser und Leserinnen!
Was für Zeiten? Manchmal wünschte ich, mir wäre manches gleich-gültiger.  Ich übe mich tagtäglich in Gleichmut und Gelassenheit…und gehe aufrecht und schrittweise voran. Diese Erntezeit bringt unglaublich viele Früchte und Freude und Fragen. Alles sucht nach Balance.
Dieser Rundbrief liess ein wenig auf sich warten, weil das satte, bunte Herbstleben mich über(er)füllt. Die ruhige Lücke fürs Schreiben war nicht dabei. Singend, wandernd und oft in der himmlischen Natur unterwegs reise ich durch die Tage, wenn ich nicht in meiner Praxis weile.
Diese kommt mehr in Schwung, die Sommerentspannung ist vorbei. Viele Menschen bewegt dassselbe wie mich, wie finden wir Frieden und Ruhe, innen und aussen. Ungewöhnlich sind die Erschöpfungsgeschichten, die sonst eher im Winter auftauchen, wenn das Licht fehlt oder im Weihnachtsgerenne. Viele suchen nach Veränderung, ahnen, das der Weg woanders weitergehen darf…aber wohin soll ich mich wenden? Andere sind gestresst von Impfthemen und Coronafragen.
In der jetzigen Fülle-Zeit geht es ums Hineinkommen, in feste Schuhe (bei mir mit Wiederstand), warme Stuben und in unsere innere Welt zum Verdauen und Schauen. Der Tag ist solang wie die Nacht, draussen ist es kühl und Tee und Kerzen kommen ins Spiel. Das Bewahren (konservieren) spielt eine grosse Rolle. Marmeladen, Mus und Säfte werden uns im Winter nähren. Für mich wird ein Wort immer wichtiger: SelfCare.
Meint: Uns selbst mit all der Fürsorge versehen, die wir brauchen, gerade wenn draussen der Sturm tost. Selbstbewahrung kommt als Aufgabe mehr und mehr  hinzu, uns  schützen vor dem Zuviel in unserer derzeitigen Lebenssituation ( die ich als krankmachend empfinde). Rückzug und „entnetzen“, damit das Nervensystem sich  beruhigen kann und eine grosse Portion Zuversicht helfen uns dabei.
Jetzt noch ein paar Worte zu geplanten Veranstaltungen. Die Auflagen sind, wie sie sind, dadurch ist Gruppenarbeit nach wie vor ungewiss. Waldfrauentage gibt es in diesem Jahr nicht mehr. Ich plane also nicht viel, biete einfach spontan und kurzfristig an, was grad gebraucht wird und möglich ist.
Da der laufende YinYogaKurs voll ist und es eine kleine Warteliste gab, werde ich bei Interesse nach den Herbstferien ab dem 9. November einen zweiten Kurs beginnen. Ebenso alle 14 Tage, Dienstags 18,30 bis ca 20,30 Uhr, 6 Termine  für gesamt 150,00 Euro, im schönen Salon an der Gera in der Reichardtstrasse 20. Bitte meldet euch an, wenn ihr Bedarf nach tiefem Loslassen und Yin- Stärkung habt.
Habt eine balancierte und freudige HerbstZeit voller nährender Begegnungen. Liebevoller Gruss Sylvia

Spätsommerfreuden

Ihr lieben Menschen!

Habt ihr eine kleine oder grosse Menge Kraft geschöpft in diesen (ruhigeren) Sommerzeiten? Ward ihr mal weg aus dem Alltags- Routine- Karussell?

Bist du bereit für deinen ganz eigenen Weg durch diese verrückte Zeit?

Mir ist eine Aus-Zeit mit unzähligen Momenten der Liebe, des Glücks und der Verbundenheit geschenkt worden. Das Leben in einer Camp-Familie hat meine Schalen gefüllt. Grosse Dankbarkeit empfinde ich für dieses Privileg eines unbeschwerten Sommers auf einer Wiese am See.

Jenseits vom Weg der Worte, der allzuoft verletzt, Urteile verkündet oder angreift, haben wir eine Athmosphäre des Berührtseins und der Menschlichkeit erlebt. Sie entstand wohl aus unserer grossen Sehnsucht nach Ausruhen, Entspannen und Gehalten Sein. Und weil wir es können….trotz aller Schwierigkeiten.

Der Spätsommer ist die Zeit des Erdelementes. Es leuchtet gelb in der Natur, die reifen Früchte rufen nach Verbrauchtwerden, die Kürbisse wachsen, die Goldrute wiegt sich selbst in der Stadt sanft im Wind. Im Wald ist es üppig und grün dank des feuchten Sommers und die Heidelbeeren sind endlich mal wieder voll und lecker.

Mein Motto: raus in diese heilsamen Welten bei jeder Gelegenheit. Egal welches Wetter. Dort entspannt sich unser geplagtes Nervensystem, das festgeht und vibriert bei all dem Entscheiden, Sortieren, Abgrenzen und Einlassen. Beruhigen und Entlasten tut soooo gut. Nur fern des Meinungsgewitters finde ich meinen roten Faden und das Gespür für meinen eigenen Medizinpfad. Und kann klug wählen.

Meine Kurse bieten gute Möglichkeiten der Selbstfürsorge und des Erkennens von Körperweisheit jenseits vom Weg der Worte (siehe Veranstaltungen).

Wir alle wissen, worum es grade geht…irgendwo drinnen findet sich Führung. Findest du allein nicht aus dem Chaos, biete ich Einzelsessions zur Navigation an. Ich freue mich aufs gemeinsame Suchen nach Lösungen.

Für den November plane ich die Waldfrauentage, ein Schreibangebot und Meditationskurse. Die jeweiligen pandemischen Gegebenheiten entscheiden, was davon wie geht. Näheres bald unter Veranstaltungen.

Habt eine gute Herbstzeit, findet die Lücken für den Spaziergang und bleibt am besten bei euch selbst.

Spätsommerliche Grüsse Sylvia

vertrauen und akzeptieren

Liebe interessierte LeserIn!
Es ist vollbracht. Die Sommersonnenwende war in vielen tausenden Jahren schon immer ein markanter, magischer Moment im Jahreskreis. In diesem wilden Jahr habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Ein Feuer in der kürzesten Nacht am Strand mit geliebten Menschen, singen, schwimmen und mit-teilen von allem, was geschieht. Innen und Aussen. Wir haben unsere Wünsche mit Wonne in den Kosmos gerufen, als es gegen drei wieder hell wurde, gingen wir beseelt und erleichtert nach Hause. Der weite Weg hat sich gelohnt.
Mein Lieblingswunsch: das grosse WIR schreibt Schöpfungs- statt Erschöpfungsgeschichten.
Wohin hat dein Sein sich gewendet? Weisst du, was dir wichtig ist in den kommenden Wochen? Wie möchtest du deine Schalen füllen?
Mein Focus liegt auf DA-Sein. In jedem Moment, in jeder Aufgabe, in jeder Minute, ob  schwimmend im See oder behandelnd in der Praxis. Für mich, für andere, für Mutter Erde einfach Dasein. In völliger Akzeptanz und mit grossem Vertrauen nehme ich es an. Alles.
Möge unser Vertrauen in unsere Körper und Selbstheilungskräfte (mit weniger Angst vor Erregern, die nicht die Krankheit sind) wieder wachsen, möge das Vertrauen zu den Andersdenkenden uns über Gräben hinweg verbinden, alle Schmerzen und Kümmernisse sich auflösen in der Üppigkeit und Grandiosität der Sommerzeit. Mögen unsere Gefühle uns nicht in Strudel hereinreissen, unsere Füsse fest auf dem Boden stehen und unser Immunsystem vertrauensvoll seinen Job machen.
Vor allem unsere Köpfe brauchen eine PAUSE. Dafür können unsere Körper aufblühen durch gute Kost, genug Bewegung und alle Formen von Zuwendung mit viel Zärtlichkeit und Zeit zum Spüren und Berühren.
(Im Link findet ihr einen inspirierenden Film, der mich sehr berührt hat)
Die Frauen- Sommer- Schule zur Verbreitung von Heilpflanzenwissen ist gestartet. Wir haben viel Freude am Lernen im grünen Klassenzimmer beim Forsthaus Willrode gehabt. Sollte es dich locken, komm gern an den nächsten beiden Montagen ab 17 Uhr noch dazu (zwei Frauen kamen nicht).
Wahrscheinlichkeiten: Am 28. August gibt es die letzte grosse Heilpflanzenwanderung ins Olitätenland bei Oberweissbach. Die Sommerschule geht wahrscheinlich in die Verlängerung bis September.
Ausserdem plane ich einen fortlaufenden Yin-Yoga-Kurs, der uns durch die fünf Wandlungsphasen der chinesischen Medizin führt und durch tiefstes Loslassen Heilung initiiert. Aber wer weiss schon, was dann ist? Wahrscheinlich gibt es grad keine Planungssicherheit. Macht aber nix….das halten wir schon aus. Alle  Planung für den Rest des Jahres nehme ich mit an die Ostsee. unter www.sylviawinzer.de findet ihr sie dann bald.
Ich wünsche uns allen stimmige Pausen vom  Stress der Pandemie, ein liebevolles Miteinander in Akzeptanz und Vertrauen und viele Gelegenheiten, Mitmenschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Herzensgruss Sylvia

Aufblühen

Liebe interessierte LeserIn!
Freust du dich auch auf Sonnebaden, Salz auf brauner Haut, Mussestunden, lustvolle Zärtlichkeit im Freien, Sternenfunkeln, Froh- und Leichtsinn, Feste feiern und das Leben langsam geniessen?
Diese Sommergeschenke gibt es ganz gewiss, egal wo und wie du diese Zeit verbringst. Als Zugabe im Alltag oder beim Genesen, während du dich aus Nöten herausackerst oder auf kleinen und grossen Sommerreisen.
Ich wünsche mir vor allem, das wir das alles unbefangen und dankbar in Gemeinschaft geniessen. Die Kraft des WIR leben mit all unserer Verschiedenheit, raus aus dem betreuten Denken rein ins satte Tun…mein gefühlter (Aus-) Weg heisst Zusammen-Wachsen, genau wie es die Pflanzengemeinschaft auf den saftigen Wiesen tut. Und dann schamlos und jede auf ihre ganz eigene Weise aufblühen (die Heilpflanzenwanderungen am 5. und 12. Juni sind eine gute Möglichkeit dafür), wenn es dafür Zeit ist.
Wie steht es um das, was du für dieses Jahr gesät hattest?
Zur Sommer-Sonnenwende am 21.6. schauen wir nach dem Erblühen unserer Vorhaben und Projekte und feiern dieses. Meine Jahresinspiration aus den Rauhnächten war es, Glücksnetzweberin zu sein und dabei in Liebe aufzuatmen. Zufrieden schaue ich auf mein Werk der letzten Wochen, ich bin wirksam in diesem Sinne unterwegs….
Möchtest du mehr über Heilpflanzen, Wildkräuter (ja, da gibt es einen Unterschied) und die Verwendung als Medizin lernen? Noch vor den Ferien biete ich eine kleine Frauen- Sommer- Schule am Montag ab 17 Uhr draussen an.
Wir befassen uns mit Wirkung der Heilpflanzen, der Herstellung von Tinkturen, Tees und Ölen, vielen Anwendungsbeispielen bei bestimmten Beschwerden und anderem Frauenkram. So ganz nebenbei tanken wir Kraft aus dem Frauenkreis…
Schick mir gern eine Mail mit deiner Interessensbekundung, dann erfährst du mehr.
In diesem Sinne freudige Grüsse, heute zum Kindertag auch an das Kind in dir. Sylvia

Wonne und Sonne

Ihr Lieben!

DAS TUT SOOO GUT: Nach der langen kühlen Winterzeit können wir endlich draussen tanzen, yogieren, lernen und feiern.
Einfach drauf los-leben, wie es in unserer Natur angelegt ist. Trotz schwieriger Bedingungen knallen die Knospen auf, wachsen die Heil- und Wildkräuter (und wollen lustvoll verzehrt werden), summen endlich die Hummeln und Bienen, flattern Schmetterlinge. Ein tiefes Vertrauen auf Leben wohnt dieser Maienlust inne, trotz Kälte, Trockenstress und Absterben erfüllt es mich alle Jahre mit Jubel.

Lasst es uns genauso machen, trotz all der Sorgen, Nöte und offenen Fragen einfach hineinleben ins grosse Auf-Atmen. Jede(r) an ihrem Platz, alle zusammen, auch wenn wir uns getrennt fühlen. Es heilt ….auch an dunklen Tagen.
Zu meinem grossen Glück darf ich alltäglich Menschen in dieser Krise begleiten, Corona- erkrankte Patienten telefonisch begleiten, Gesundheitserregerin sein für viele erschöpfte Mütter und Väter und von ihnen gestresste Jugendliche, es rührt mich sehr an, wie wir alle tief bewegt werden durch diesen Wandel.
In meiner Heiltradition der weisen Frauen habe ich gelernt, das wir mit Krankheit nur kooperieren können, das alles gleichwertig nebeneinandersteht:
Kranksein, Gesundheit, Verlust, Sterben, Gebären und unbändige Lebensfreude. Einfach Mensch-sein in all seiner Vielfalt.

Ich wünsche mir von der hellen, nach aussen gerichteten, aktiveren Hälfte des Jahres, das wir gemeinsam diese Krise meistern, uns an Menschlichkeit erinnern und füreinander in Liebe da sind.

Um auch für Menschen in Indien was tun zu können, hänge ich einen Brief von meiner Freundin Anita an mit einer Bitte von Ramesh, der in Erfurt als Yoga-Lehrer arbeitet und einer Kontoverbindung, wo das Geld sicher in Indien landet.
Wenn ihr an einer der kommenden Veranstaltungen Interesse habt, schreibt mir eine Mail, ich merke euch vor.
Es wird im Juni mehrere Heilpflanzenwanderungen mit Körpererfahrungen und altem Frauen- Wissen geben.
Der Faszientag wandert in die Zukunft, wie so vieles andere auch.
Entscheidungen über Termine und Orte treffe ich je nach den Pandemieverordnungen kurzfristig.

Habt einen entspannten Mai, seid, bleibt oder werdet in alle Ruhe gesund und liebt euch locker.
Ich freu mich auf Begegnungen per Mail, Telefon oder einzeln zu einer Yinyoga- Session.
Sonnige Grüsse Sylvia

Welche Samen säst du?

Diese Frage stellt sich im Jahreskreis zu dieser Frühjahrszeit. Was möchte ich aussäen, was soll dieses Jahr auf/in meinem Feld wachsen? Worum möchte ich mich dann bemühen, das es gut wächst….als ich noch Bäuerin war, gab es viel zu tun, um das Feld vorzubereiten, damit es reiche Früchte trägt. So ungefähr fühle ich mich jetzt in diesem besonderen Jahr.
Ich sondiere, beackere und durchpflüge meine Innenwelt und meine Umgebung, damit es gelingen kann. Dabei geschieht viel Heilsames…
Wenn es mir gelingt, lasse ich meine Energie nicht von Negativität, Aggression und überflutenden Meinungswellen beeinflussen.
Wenn ich mich doch drin wiederfinde, hole ich mich mit Hilfe von Meditation und Selbstklärung wieder heraus, reinige meinen Geist und den Körper. So kann es gehen…und ich begegne täglich kleinen Wundern und grosser Liebe.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit, sagt die hawaiianische HUNA- Lehre. Gute Übung für uns alle.
Meine Intention für diese Frühlingstage ist: Aufatmen in Liebe und Ja zum Leben sagen. Berührte Verbundenheit säen im Feld. Wie ist deine Intention?
Ich mag mit Menschen Räume zum Heilen und Wachsen kreiieren, Erfahrungen tauschen und das Aufkeimende Neue hüten und nähren wie zarte Pflänzchen. Einfach zusammen weiter wachsen und die Chancen nutzen…
Was mir täglich deutlich wird in meiner Heilarbeit, ist die grosse Erschöpfung und Müdigkeit, die Lockdown und Ausnahmezustand in uns bewirken. Jede(r) hat eigene Schwierigkeiten zu überwinden, niemand ist nicht betroffen.
Es braucht Erweckung, neue Säfte und Kräfte, Entlastung auf allen Ebenen und eine grosse Portion Mut.
(Ich gebe gern wieder meine basische Frühjahrskur weiter, wenn ihr euch kurz bei mir meldet.)
Den unglaublich langen Winter habe ich genutzt, um mich weiterzubilden. Neuestes aus der Frauenheilkunde, essbare Wildpflanzen und Yin- Yoga zur Nährung unserer weiblichen Energie haben mich begeistert, Wissenswertes zur naturheilkundlichen Begleitung bei Covid-19- Infektionen gab es in einem intensiven Kongress.
Ich bin zutiefst dankbar für die digitalen Möglichkeiten des Lernens. Und für die Zeit, die ich mir dafür nehmen konnte in Ermangelung anderer Ablenkungen.
All diese Neuigkeiten lasse ich einfach in meinen Kursen zu euch herüberfliessen.
Am 17. April von 10-15 Uhr findet der nächste beliebte Kurs „Faszinierende Faszien “ statt. Mit neuen Inhalten aus meinem Yin-Yoga- Teacher-Training. Damit wir genügend Raum haben, gehen wir in den wunderschönen Salon an der Gera von Familie Gerlach in der Reichardtstrasse.
Am 8. Mai und am 12. Juni jeweils von 10 – ca. 16 Uhr wandern wir hinaus auf Feld und Flur, um Thüringer Kräuter- und Heilpflanzenfülle zu besuchen, um Gemeinschaft mit Picknick zu geniessen und ein wenig von der Weisheit unserer traditionellen Heilkunde zu erfahren.
Eventuell gibt es ein Frühlingsritual im Steigerwald am 21.3. morgens, ein Schreibangebot „SichSelbstGesundSchreiben“ ist für Mai in der Natur in Planung. Näheres bald unter www.sylviawinzer.de
So, nun wünsche ich euch verbundenes Sein mit euren Lieben, wachsende Lebenslust und unbekümmerte Freude beim Säen. Eure Sylvia

In Zeiten des zunehmenden Lichtes

Nun endlich kam er, der Impuls, einen Neujahrsbrief an euch zu schreiben. Irgendwie bin ich durch das Nichts im Januar gegangen, als wäre ich noch in einem Zwischenraum. War es doch so kalt und still, ereignislos und angehalten, das es immer noch wie die Zeit zwischen den Jahren auf mich wirkte. Seit ein paar Tagen nun fängt meine alljährliche Januar-ungeduld an zu bitzeln. Wann geht es endlich los?

Da höre ich das Zwitschern der Vögel, sehe die Spitzen des ersten Grün, stapfe durch Schneeberge und spüre den nahenden Aufbruch ins Neue darunter. Das kommende Aufatmen und Aufbrechen, das mir jetzt schon Vorfreude schenkt. Ich beginne gesünder zu essen, ziehe mir die ersten Sprossen und die Lust auf Bewegung wächst.

Wie immer beginnt mit Lichtmess die Holzenergie aus der TCM zu wirken. Leber und Gallenblase wollen gepflegt und vor allem bewegt werden. Das Holzelement steht für kindliche Neugier, für Anfangen, Wachsen, für Wut und Ärger, den wir besser nicht runterschlucken. Ein gesundes Holzelement macht uns biegsam wie den Bambus im Wind, damit wir allen Stürmen mit Flexibilität begegnen können. Stärken können wir es durch Tanzen, ventilartiges Auspowern (z.b Tai Bo, habe ich grad entdeckt), durch saure, frische Kost, durch Stressabbau und Entgiftung /Fasten. Also weg vom Sofa! Rein in die Veränderung, auch Schreien hilft. Am besten aber allein im Wald…

Meine Vision für das Jahr (die zu Lichtmess am 2.2. klarer sichtbar wird) hat etwas mit Auf-Atmen in Liebe zu tun, mit neue
Muster in die Realität weben und Netze wirken, die uns tragen durch Zeiten, die voller Herausforderungen stecken.
Ich habe mich entschieden, das Gute hinter und unter allem zu sehen, zuversichtlich und neugierig dem Weg meines Herzens zu folgen und wie schon seit Beginn der Pandemie meiner Berufung als heilkundige Frau weiter nachzugehen.
Zum Glück ist es das, was ich liebe und kann.

Veranstaltungen habe ich leider nicht anzukündigen, da stehen wir ja noch im Stau, Ideen gibt es jedoch viele. Ihr erfahrt bald davon…
Wenn euch nach Faszienarbeit, Schreibangeboten, Entgiftungsvorschlägen, Anregungen für Immunstärkung oder einfach Zuwendung durch Shiatsu gelüstet, macht euch einfach einen Einzeltermin. Solltet ihr Covidkrank werden, begleite ich euch gern telefonisch mit Homöopathie beim Gesundwerden, das gelingt ganz gut.

Geniesst eure Zeit, die ihr jetzt vielleicht mit Nichtstun verbringt, vielleicht sehnen wir uns bald danach. Die, die weiter im Dienst am Menschen ihre Jobs machen, passt gut auf eure Balance und vor allem eure psychische Gesundheit auf.
Möge das zunehmende Licht uns herausbegleiten aus der Stagnation, möge jede(r) von euch Hilfe für seine ganz eigenen Schwierigkeiten finden und wir alle uns verbunden und zuversichtlich dabei fühlen.

Von Herzen Sylvia

Winterlicht

Ihr Lieben Leser*innen!
Keine Angst! Ich schreibe nicht über Corona. Auch nicht über Weihnachten. Ich gebe auch keine guten Ratschläge, wie ihr es machen sollt mit dieser irren Zeit. Keine Angst, ich bin gesund sagen viele, wenn ich ihnen grad begegne. Auch chronisch Kranke sagen das, dann schmunzle ich. Keine Angst haben wohl grad wenige…auch mich besucht sie immer mal.
Meine grösste Angst ist, das wir das Vertrauen in unsere innewohnende Heilkraft und unsere Körper verlieren. Keine Angst! werden wir nicht, sagt die Angst. Ich will nur geliebt werden, sagt sie auch.
Zum Glück gibt es viele kluge Worte von klugen Menschen im www. für uns alle, damit nähre ich meine Zuversicht, lerne dazu, bilde mich weiter und verstehe etwas mehr von den Zusammenhängen. Und halte die Widersprüche aus… genau wie die vielen verschiedenen Gefühlswallungen und manchmal Verzweiflung über meine digitale Unbegabtheit.
Die beste Frage, die mir grad begegnet ist im Inspirathon der Pioneers of Change: Was ist die Einladung an dich/uns in dieser besonderen Zeit?
Grosse Freude machen mir die kleinen Wunder im Alltäglichen, z.b. wenn selbst Erwachsene auf dem neuen Spielplatz im Luisenpark vergnügt herumhüpfen. Der erste zarte Schnee am Morgen. Oder die kleinen Geschenke, die jetzt auftauchen als Zeichen der Verbundenheit und Dankbarkeit.
Die verordnete Stadtruhe finde ich auch mehrheitlich angenehm, es gibt sogar letzte Glühweininseln auf dem leerem Domplatz, hell erleuchtet und ohne den sonstigen Trubel strahlt er Frieden aus.
Die tägliche Praxisarbeit trägt und kostet Achtsamkeit und Kraft, es fliesst (wenn es dann wieder fliesst) viel Liebe und Berührtheit hin und her. Wir alle brauchen das, bei aller Vor- Sicht und Distanz versuche ich, heilsame Nähe zuzulassen.
Und hoffe und vertraue voller Dankbarkeit auf Genesung.
Vielleicht finde ich eine Form für ein Wintersonnenwend-Feuer am 21. 12.  oder ein Schwellenritual ins neue Jahr in kleinen Gruppen. Ich tüftle noch dran, warte die Lage ab und geb dann bescheid.
Möge uns allen ein kleines Winterlicht in die Herzen leuchten, wie und wo auch immer wir sind.
Alles Liebe und gesegnete Zeit Sylvia

Novembernebel

Die letzte Nacht als Tor in die dunkle Zeit habe ich still und nachdenklich in der Natur und im warmen Stübchen verbracht. Zum Glück habe ich eins! Tags war ich im Novembernebel im Wald, nachts am Fluss mit kühler Klarheit.
Die strahlende Kraft der vollen Mondin hat mich begeistert und meine eigene etwas dunkle Stimmung erhellt.
Die nächsten Wochen bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember stehen für mich unter dem Zeichen von Einkehr und Reflektion. Im Jahreskreis geht es um Abschied, Sterben lassen und Gedenken. Es ist Zeit für langsamer leben,  nach innen lauschen, schreiben, malen und genüssliches Stillwerden. Mein Yin zu pflegen durch Nichts- Tun. Dem Regen zu lauschen…
Auch wenn ich nicht begeistert bin von den neuerlichen (zu erwartenden ) Massnahmen zur Epidemieeindämmung, weiss ich es als Gelegenheit zu langsamerer Gangart zu schätzen. Plötzlich ist Platz in meinem Kalender.
Mein Herz ist voller Mitgefühl mit uns allen in unseren sehr verschiedenen Haltungen und Lebenslagen und voller Trauer um die Gestorbenen. Mit stiller Freude kann ich dennoch in meinem täglichen Tun Gesundheit stärken, Zuversicht fördern und einfach Da- Sein. Dafür bin ich besonders in diesem wilden Jahr sehr dankbar.
Ich entschliesse mich, das Beste daraus zu machen, gemeinsam mit denen, die ich liebe. Meine Freude kommt am meisten durch solidarische Verbundenheit, ausgedehnte Herbst-Spaziergänge und gute sinnvolle Aktionen wie die heutige Solawi- Tomatenabriss“party“ (wir räumen die Gewächshäuser ) immer wieder in Schwung.
Ich wünsche uns, das wir die Schwierigkeiten, Differenzen, Konflikte und Herausforderungen meistern, uns immer wieder erinnern, das wir alle in einem Boot sitzen und in Liebe füreinander da sind. Und das Veränderungen/Krisen meist auch Gutes hervorbringen…
Noch etwas Organisatorisches:
Meine geplanten Kurse/Veranstaltungen sind natürlich abgesagt. Die Wald-Frauen-Tage sind in den März 2021 verschoben (7.-13.3.).
Die Praxis läuft weiter, die Telefonsprechstunde erweitere ich, damit alle, die Gesprächsbedarf haben oder homöopathische Hilfe brauchen, mich persönlich erreichen. Wenn ihr Termine absagen müsst, haltet bitte weiterhin die 48 std.- Absagefrist ein oder wandelt in einen Telefontermin um, damit meine Praxis gut durch die turbulente Zeit kommt und meine Verdienstausfälle gering bleiben.
Gutes Gelingen euch allen, gesunde Wochen und ein stabiles Stückchen Erde unter den Füssen.
Herbstbunte Grüsse Sylvia